Alltag, Gedanken, Leben mit Hund
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Wenn der Hund im Bett schläft

Von Schlafpositionen, die einem den Schlaf rauben und gemeinsamen Kuschelstunden

Aufwachen und das linke Bein nicht mehr spüren. Nicht weil man vielleicht ein unbequemes Bett hat oder freiwillig so verknotet dran liegt. Nein. Der Hund im Bett ist das kleine unschuldige Übel. Irgendwann in der Nacht ist er dort hingewandert. Ganz unschuldig ist der Hund angetappert gekommen.

[bctt tweet=“Der Hund im Bett – darf er das?“ username=“anna_teresa_le“]

Hat langsam die eine vor die andere Pfote gesetzt und hat mich dann erst einmal beobachtet. Im Schlaf habe ich ganz leicht ihren Blick auf mir ruhen gespürt. Nach kurzer Zeit ist sie nochmal näher gekommen und da war auch schon die Pfote, die mich vorwurfsvoll anbuddelte um auch unter die Decke zu dürfen.
Also im Schlaf die Decke gehoben und den verschlafenen Hund darunter krabbeln lassen.
So und nun fängt man sich an zu verknoten und zu verbiegen wie eine Brezel.
Der Hund legt sich bequem hin und man selber schlängelt sich um ihn herum. Kuschelt sich an ihn und eigentlich ist das gemeinsame Liegen ja wirklich schön. Wenn da nicht das Hohlkreuz wäre, welches man machen muss um noch irgendwie einen Platz zwischen dem Freund und den zwei Hunden zu finden.
Von außen betrachtet, sind wir ein großes Knäul, dass auch Füßen, Pfoten, Armen, Schnauzen und Köpfen besteht.
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Ein Hund im Bett? Darf er das?

Diese Fragen haben mein Freund und ich glaube ich sogar noch vor der Frage diskutiert, welches Hundefutter am besten ist. Also wie man sieht, ist das eine sehr wichtige Frage und das allerwichtigste ist, wie ich finde, das beide damit einverstanden sind. Also wenn der eine keinen Hund im Bett möchte, dann sollte das der andere auch akzeptieren und nicht dann heimlich den Hund ins Bett lassen, denn der Hund weiß dann gar nicht was gespielt wird, wenn er manchmal darf und manchmal eben nicht. Bei uns war es am Anfang so, dass mein Freund eben keine Hunde im Bett wollte.

Na, was denkt ich, wie lange er an dieser Bedingung festgehalten hat.
Richtig, weniger als einen Monat.
Irgendwann hat das Kuscheln auf dem Boden oder dem Sofa nicht mehr ausgereicht, also durfte Lemmy aufs Bett.
Am Anfang hat er sich noch nicht getraut bei uns zu schlafen. Er ist immer wieder hochgeschreckt und hat sich dann lieber in sein Körbchen verzogen. Schließlich wusste er noch nicht, ob er uns zu 100000 % vertrauen konnte. Dieses Vertrauen mussten wir uns erst hart erarbeiten und für mich ist es jeden Tag aufs Neue faszinierend, wenn Lemmy wirklich bei uns im Bett tief und fest schläft und dabei so super entspannt aussieht.

Vertrauen ist das Zauberwort

Jetzt nachdem Lemmy mehr als 4 Jahre bei uns ist, schreckt er nicht mehr bei jedem Husten hoch. Er bleibt liegen und genießt sichtlich unsere Nähe.
Iggy war da anders. Sie war vom ersten Tag an sehr stark auf Körperkontakt bedacht. Während es Lemmy also, auch heute noch, ausreicht einfach auf dem Bett zu sein und er nicht unbedingt direkten Kontakt braucht, nimmt Iggy das Wort „Kontaktliegen“ sehr wörtlich. Sie liegt im Kontakt und zwar so als wäre sie mit Superkleber an mich festgeklebt und das bei !!!egal!!! welchen Temperaturen.
Wer auch in einer Dachgeschosswohnung lebt weiß, dass es dort im Sommer wirklich sehr warm werden kann. Während Lemmy bei solchen Temperaturen die Fließen im Bad bevorzugt, liegt Iggy auch bei 30 Grad einem in den Kniekehlen UND möchte unter die Decke.
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Für mich würde Schlafen ohne die Hunde im Bett gar nicht mehr gehen und auch wenn ich vielleicht deshalb einmal öfter in der Nacht aufwache, weil eine kleine Maus angetapst kommt und unter die Bettdecke will, ist es mir das allemal Wert. Ich genieße die Minuten, die wir vor dem Aufstehen im Bett kuscheln. Einfach nur daliegen, manchmal auch spielen. Einfach die Zeit, die man am Tag hat, wo das Handy noch nicht zählt und keiner etwas von einem will. Die Zeit am Tag, die gehört ganz uns. Sei am Abend, wenn wir uns alle ins Bett kuscheln, jedem schon die Augen zu fallen und jeder auf der Suche nach seine Lieblingsschlafposition ist oder der Morgen, wenn die Augen noch nicht richtig offen bleiben wollen.
Die Zeit gehört uns und wir genießen sie.
Natürlich verurteile ich keinen, der keinen Hund im Bett will, dass soll jeder für sich entscheiden. Aber ich für meinen Teil möchte es nicht mehr missen.
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Und wie schläfst Du?

So jetzt habe ich so viel über meine Schlafgewohnheiten erzählt, jetzt würde es mich natürlich brennend interessieren, wie Du schläfst? Mit Hund, ohne Hund, mit Hund in der Kniekehle? Schreib mir :-)

 

[bctt tweet=“Die Zeit gehört uns und wir genießen sie.“ username=“anna_teresa_le“]

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Kategorie: Alltag, Gedanken, Leben mit Hund

von

Ich bin ein kreativer Chaot, liebe das Schreiben, aber noch mehr die gemeinsame Zeit mit meinen Hunden. Da meine beiden Hunden alles andere als leicht sind - jeder auf seine ganz persönliche Art - wollte ich mit Canistecture einen Ort schaffen an dem ich alle Seiten des Hundehalterlebens zeige. Die Schönen, genauso wie die weniger schönen. Genau diesen Ort habe ich mit Canistecture geschaffen.

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