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Adventskalender für Hund und Hundehalter

Adventskalender für Hund und Hundehalter

Nicht mehr lang und schon schreiben wir das Jahr 2018. Ok. Bei mir wird es wahrscheinlich wieder bis März dauern, bis ich ,beziehungsweise mein Hirn, es auch tatsächlich geblickt habe und ich meine Rechnungen und sonstige Daten nicht mehr mehrmals durchstreichen und umschreiben muss. Aber dann. Dann bin auch ich im Jahr 2018 angekommen. Aber bevor wir die Korken knallen lassen und uns ein „Frohes Neues“ wünsche, davor kommt noch Weihnachten. Und was versüßt einem die Weihnachtszeit mehr als ein schöner Adventskalender? Ok. Gemeinsam auf dem Sofa kuscheln. Lesen – bei Tee oder vielleicht auch bei etwas stärkerem. Spaziergänge, wenn es draußen dunkel ist und die Fenster in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Das alles versüßt einem auch die Weihnachtszeit, aber so ein Adventskalender ist doch trotzdem etwas Feines.
Da ich dieses Jahr selber keinen Adventskalender auf dem Blog veranstalte, habe ich dir hier eine Linkliste erstellt mit all den tollen Adventskalendern, die ich finden konnte. [Sollte der Link zu deinem Adventskalender für Hunde fehlen oder du noch einen weiter Adventskalender kennen, dann kommentiere einfach oder schicke mir eine Mail und ich füge den Link gerne hinzu.] Übrigens wirst Du hier nicht nur Online-Adventskalender finden, sondern auch Anleitungen und Ideen, damit Du dir deinen eigenen Adventskalender basteln kannst.

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Die Suche nach dem Seelenhund

Die Suche nach dem Seelenhund

Wenn man vielleicht nicht merkt, dass das Glück so nah ist.

Dieser Artikel entsteht im Rahmen der miDoggy Blogparade November 2017. Danke für diese Inspiration und Aufgabe <3

Wir streben danach perfekt zu sein. Ein perfektes Leben. Ein schönes Zuhause. Ein toller Job. Eine wundervolle Familie. Ein fantastisches Leben. Dazu gehört für uns als Hundehalter natürlich auch ein entsprechender Hund. Hat man sich als kleines Kind seinen „Traumjob“ ausgemalt, so malen wir uns jetzt aus, wie denn dieser Hund sein soll. Er soll brav sein – ist ja klar?! Er soll gut – perfekt? – erzogen sein. Er soll allein bleiben können, aber genauso soll er auch über all mit hin können. Er soll auf einen aufpassen, aber auch mit der Umgebung verschmelzen und doch nicht auffallen. Er soll sich mit anderen Hunden verstehen. Er soll mit uns kuscheln, wenn wir das wollen und er soll nicht zur Last fallen, wenn wir gerade im Stress sind. Er soll perfekt sein – ist doch eigentlich gar nicht so viel verlangt oder?

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Vor dem Kauf des Hundes machen wir uns Gedanken über die Rasse, das perfekte Futter für den Hund, der Schlafplatz, die Hundeschule und und und. Wir überlegen uns welche Eigenschaften der Hund mitbringen soll und welche er auf keinen Fall haben darf.
Diese Gedanken sind auch überhaupt nicht verwerflich. Im Gegenteil. Sich VOR dem Kauf seine Gedanken zu machen ist wichtig, aber man darf dabei nicht vergessen, dass ein Hund nicht auf seine Genetik programmiert ist. Nur weil der Hund als „leicht erziehbar“ gelabelt wird, heißt das nicht, dass er es ist. Nur weil die Beschreibung des so süß guckenden Hundes aus dem Tierheim sagt, dass er perfekt mit anderen Hunden kann, heißt das nicht, dass das so sein muss.

Wir machen uns so viele Gedanken darüber wie unser Hund sein muss und was für uns ein guter oder gar perfekter Hund ist, dass wir manchmal gar nicht sehen, dass wir unseren Hund schon an der Seite haben. Unseren Seelenhund.
Ein Seelenhund wird so groß gelabelt als „DER EINE“. Die eine große Liebe. Der eine, der mit der Verbindung zu uns, die es nie wieder geben wird.
Was ich dazu sage:
ICH SEHE DAS ANDERS!

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In meinen Augen gibt es weder die EINE große Liebe, noch den EINEN Seelenhund. Die Liebe, dass ist ein anderes Thema, wobei eigentlich auch doch nicht. Aber ich möchte hier über unseren Seelenhund schreiben. Also eigentlich über unsere Seelenhunde. Über meine Seelenhunde und vielleicht ja auch über deine(n).
Denn was ein Seelenhund ist, dass definiert weder ein Buch, noch ein Artikel und auch nicht ich. Das definierst Du für dich. Das machst Du mit dir, deinem Bauchgefühl und deinem Kopf aus. Vielleicht empfindest Du das Wort auch für absoluten Quatsch und kannst damit nichts anfangen und weißt Du was – das ist absolut ok :-).

Aber für mich gibt es Seelenhunde. Für mich gibt es sogar mehrere Seelenhunde und man kann meiner Meinung nach sogar mehrere gleichzeitig haben. In meiner Vorstellung ist ein Seelenhund, wenn du mehrere hast, immer für einen Teil deiner Seele der passende Partner. Mit dem einen kannst Du vollkommen abschalten, mit dem kommst Du runter und bist Du und mit dem anderen kannst du vielleicht vollkommen aufdrehen. Und doch sind beide Hunde deine Seelenpartner eben auf unterschiedlichen Arten. Ich glaube und ich habe es auch schon mitbekommen, dass es Hundehalter gibt, die diese Texte und Meinungen über Seelenhunde lesen und dadurch sich unglaublich viel Druck aufladen. Da liest man verliebte Texte und sieht seine eigene Quarktasche neben sich liegen und vielleicht sieht man sie nicht nur, sondern man riecht sie auch. Wie soll man da bitte auf die Idee kommen, dass dieses stinkende etwas auf vier Pfoten der eigene Seelenhund sein könnte?

Ein Seelenhund hat keine Warnweste an und versteckt sich manchmal

Aber ein Seelenhund muss nicht leicht sein. Ein Seelenhund kann dich auch fordern, er kann dich reizen, er kann dich an deine Grenzen bringen und vielleicht auch manchmal darüber hinaus. Vielleicht treibt er dich bis an die Grenze des Wahnsinns und du vergießt Tränen, weil du in dem Moment einfach nicht mehr kannst. Aber trotzdem bleibt dieser Hund (und vielleicht auch ein anderer und vielleicht sogar noch ein anderer) dein Seelenhund, denn du entscheidest das. Du musst dieses Gefühl, diese Verbindung nicht labeln, nicht benennen, wenn Du es nicht möchtest. Aber du kannst es. Du kannst fünftausend Seelenhunde (ok, vielleicht wäre das ein bisschen viel, aber du kannst wenn du willst) haben und du kannst auch keinen einzigen haben. Vielleicht möchtest Du wirklich auf diesen einen Seelenhund warten, aber denk vielleicht mal darüber nach, dass die Quarktasche, die dir regelmäßig die Welt da draußen näher bringt, dein verkappter Seelenhund sein könnte.
Vielleicht kann dein Seelenhund nur ein paar Jahre bei dir sein. Vielleicht sind es schwere Jahre. Vielleicht wird er mit dir alt. Vielleicht hast Du die Zeit dich an ein Good Bye zu gewöhnen und vielleicht kommt das Ende viel schneller als gedacht.

Aber lasse es nicht zu, dass du deinen Seelenhund erst im Nachhinein erkennst. Mach die Augen auf. Mach dein Herz auf und vor allem genieße das Leben mit Hund – egal, ob Seelenhund oder einfach nur dein Hund.

Aber lasse es nicht zu, dass du deinen Seelenhund erst im Nachhinein erkennst. Mach die Augen auf. Mach dein Herz auf und vor allem genieße das Leben mit Hund - egal, ob Seelenhund oder einfach nur dein Hund.


Weitere Artikel zum Thema Seelenhund(e) auf Canistecture:

An meinen Seelenhund im Himmel, an Ronja

Seit vier Jahren (auf den Tag genau) habe ich nun nicht mehr dein Fell gestreichelt. Seit vier Jahren habe ich nicht mehr meinen Kopf an deinen gelehnt. Seit vier Jahren haben wir nicht mehr gekuschelt. Seit vier Jahren hast du mich nicht mehr in den Wahnsinn getrieben. Seit vier Jahren hast du mich nicht mehr begrüßt, wenn ich meinen Papa besuche. Seit vier Jahren bist du nicht mehr da.

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Eine kleine Gute-Nacht-Geschichte für meinen Seelenhund

Gute-Nacht-Geschichten vertreiben die bösen Geister, die einen nicht schlafen lassen und lassen einen sanft in den Schlaf gleiten. Daher habe ich hier eine Gute-Nacht-Geschichte für Dich und deinen Seelenhund. Lese die Geschichte deinem Hund doch vor und lasst Euch gemeinsam in den Schlaf treiben. Viel Spaß beim Lesen und eine Gute Nacht.

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Seelenhunde

Seelenhunde gibt es überall und jeder hat seinen eigenen. Manche teilen sich einen und manche haben mehrere. Seelenhunde sind Hunde die unsere Seelen berühren, uns den Alltagsstress abnehmen und beim Entspannen und Abschalten helfen. Seelenhunde sind Hunde die unseren Schmerz verstehen und immer für uns da sind.

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Hundebloghaus
Meine handvoll Hufeisen
Cavalier Mädchen
Toffee der Frechdachs
Goldnasenglück
Schätersky und Frauchen
Hundekind Abby

Schöne Worte über Hunde #1

Schöne Worte über Hunde #1

„Der Hund ist ein Begleiter, der uns daran erinnert, jeden Augenblick zu genießen.“ Marla Lennard
„Ein Hund wird sich nur dort wohl fühlen, wo die Menschen zufrieden mit ihm sind.“ Dr. Ute Berthold-Blaschke

Hund in natur dog in nature

„Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen.“ Konrad Lorenz
„Der Hund ist die Tugend, die sich nicht zum Menschen machen konnte.“ Victor Marie Hugo

Hund in natur dog in nature

Meine Hunde hatten eine beschissene Kindheit ... der Tierschutzhund

Meine Hunde hatten eine beschissene Kindheit … der Tierschutzhund

Ich bin vor ein paar Tagen über diesen Blogartikel von Stefanie vom Blog My Dog Blog gestolpert. Und da ich ein paar weitere Gedanken zu diesem Artikel habe und nicht nur auf Facebook darüber schreiben wollte habe ich mich dazu entschlossen eine Art Antwort-Text zu schreiben und meine Gedanken und Meinungen zu diesem Thema niederzuschreiben, denn schließlich habe ich zwei Hunde, die alles andere als eine gute Kindheit hatten.

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primeday Angebote für Hundehalter [Werbung]

primeday Angebote für Hundehalter [Werbung]

Dieser Artikel enthält Werbung im Sinne von Affiliate Links. Das heißt, wenn Du etwas über einen dieser Links kaufst, dann erhalte ich dafür eine kleine Provision. Der gekaufte Artikel wird für dich dadurch nicht teurer, Du unterstützt einfach dadurch mich und diesen Blog. Außerdem verlinke ich nur auf Sachen, die ich selber entweder auch habe oder mir kaufen würde. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Stöbern.

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Stille

Stille

Es war still.
Um mich herum und um die Hunde herum. Auf dem Blog habe ich nichts mehr geschrieben und auch die Facebook Seite hat nur noch ein paar Bilder bekommen. Warum fragst Du dich? Da spielen einige Gründe mit.
Einer der größten und ausschlaggebendsten Gründe war die Gesundheit von Lemmy. Es hat vor mehreren Wochen angefangen. Plötzlich hat er sich viel geschleckt. Am Anfang nur dann, wenn wir es nicht mitbekommen haben, dann konnte er es irgendwann nicht mehr verstecken und wir sind zum Tierarzt. Da hat sich herausgestellt, dass er an seinen Pfoten einen Hefepilz hat. Das ist erstmal nichts schlimmes, allerdings hat er dadurch seine kaputte Pfote noch weniger belastet und das ist das große Problem daran. Wir haben sofort angefangen seine Pfoten mit extra Seifen zu waschen und er hat Schmerztabletten bekommen, leider ist Lemmy bei der Pfote wirklich sehr anfällig und so hat er sie immer weniger belastet und dadurch natürlich mehr Schmerzen in der Hüfte bekommen. Also wurde er geschont und geschont. Doch es wurde irgendwie nicht besser. Also sind wir wieder zum Tierarzt und dabei wurde festgestellt, dass an dieser hinteren (eh schon kaputten Pfote) ein Knochen so falsch gewachsen ist und das ihm jetzt erst anscheinend so richtig Probleme macht. Sprich er hat Schmerzen. Wer Haustiere hat weiß, dass man seine Tier nicht gern leiden sieht. Mittlerweile sind wir auf einem ganz guten Weg (hoffe ich). Nächste Woche geht es nochmal zum Röntgen und danach wird entschieden. Es besteht die Möglichkeit, dass wir und vor allem Lemmy um eine Operation nicht herumkommen. Dabei wird ihm dann ein Teil des Fußes, beziehungsweise ein Teil von dem betroffenen Zeh, amputiert.

Hund mit Geschirr von Anny x

Diese Sorgen haben mir den Kopf voll gemacht und ich hatte keine Lust und auch keine Ideen mehr zum Schreiben. Ich war blockiert, habe mir Sorgen gemacht und wollte Lemmy helfen und doch waren mir die Hände gebunden. Mehr als ihn schonen konnte und kann ich momentan nicht machen.

Ein weiterer Punkt, der mir so ein bisschen auch den Spaß gestohlen hat, war, dass in letzter Zeit immer mehr Artikel und Texte von mir kopiert wurden. Manche wurden Wort für Wort übernommen, andere teilweise und wieder andere wurden umgeschrieben. Ich stecke in meine Texte viel Zeit. Meine Texte sind meine Babys und wenn dann einfach nur kopiert wird und sich damit profiliert wird, dann – sorry für die Ausdrucksweise – kotzt mich das einfach nur an.

Also kam zu dem Kopf, der eh nicht schreiben wollte, noch eine Unlust und auch irgendwie Resignation dazu.

Hund gähnt müder Hund

Doch ich habe alles überwunden und bin wieder da. Mit mehr Ideen, einer dickeren Haut und wieder mehr Zeit.

Erlebnisse auf Feldwegen

Erlebnisse auf Feldwegen

Ist gegenseitige Rücksicht so schwer?

Du läufst ohne Stress und die Hunde springe – ob an der Schleppleine oder nicht, das ist egal. Du bewegst dich frei, die Hunde schnüffel, spielen, schauen, inspizieren – sie leben. Und wenn du zwei Hunde wie ich hast, dann versuchst du um andere Hund einen Bogen zu gehen, versuchst keine anderen Menschen einzuschränken, versuchst dich an die Regeln zu halten – denn so gehört es sich schließlich. Dazu gehört, dass Hunde nicht auf Feldern spielen, so handhabe ich das zumindest und so habe ich es heute auch versucht zu handhaben.
Ich laufe also auf dem Feldweg und sehe einen Radfahrer auf uns zu kommen. Weil auf dem rechten Feld schon Dinge wachsen, beschließe ich auf die Wiese auszuweichen, die links von uns liegt.
Ich stelle mich keinesfalls mitten auf die Wiese, aber ich versuche so weit wie möglich und so weit wie nötig auf die Wiese auszuweichen, denn ich will, dass er ohne Probleme passieren kann und ich danach ohne Probleme weiter laufen kann. Anstatt das der Fahrradfahrer einfach weiterfährt, kommt er auf uns zu. Als er immer näher kommt bitte ich ihn doch stehen zu bleiben beziehungsweise uns nicht noch näher zu kommen und wundere mich schon, was er denn jetzt von mir möchte. Er ignoriert mich und kommt weiter auf uns zu. Lemmy wird nervös und Iggy versucht sich hinter mir zu verstecken.

rücksichtsvolles Verhalten

Ich bitte ihn also nochmals stehen zu bleiben und uns nicht näher zu kommen. Als er circa 10 Meter von uns entfernt ist – lassen wir es eher 5 Meter sein – fängt er an, wild gestikulierend mich anzuschreien, ich solle mich doch mit meinen Kötern von seiner Wiese verpissen. Ich leicht schockiert, weil ich als er gekommen ist ja gar nicht auf der Wiese stand, sondern nur wegen ihm darauf ausgewichen bin, damit er problemlos an uns vorbeikommt, versuche ihm das zu erklären und ich weiß auch genau, dass mit dieser Wiese nichts passiert. Es ist keine Futterwiese, hier wird nichts angebaut, sie liegt einfach nur brach und auf ihr steht eine heruntergekommene Hütte – die eher nur noch aus ein paar Brettern besteht. Ich lasse die Hunde auf dieser Wiese weder buddeln noch hinkacken, ich wollte einfach nur, dass er ohne Probleme oder Angst an uns vorbei fahren kann. Er kommt noch weiter auf uns zu und ich bitte ihn nochmals stehen zu bleiben und versuche ihm im gleichen Atemzug sehr freundlich zu erklären, dass meine Hunde keine Fremden mögen. Mit diesem Satz löse ich einen erneuten Schreianfall des Landwirts aus. Ich versuche ihm also nochmals zu erklären, wieso ich gerade 2 Meter weit auf seiner Wiese stehe. Nun „erklärt“ – und erklärt ist hierbei sehr nett umschrieben, denn es ist eher ein wildes Brüllen mit dem er einigen Pavianen wirkliche Konkurrenz machen könnte – er mir, dass ich mich sofort zu verpissen habe und wenn ich das nicht tun würde, würde ich schon sehen, was ich davon hätte. Weiterhin sehr verdattert und langsam auch schockiert, versuche ich, immer noch ruhig um mir meine aufsteigende Wut nicht anmerken zu lassen, nochmals ihm zu vermitteln, dass ich ja keinesfalls just for fun hier seiner Wiese stehe. Mit netten Worten versuche ich ihm zu vermitteln, dass diese ganze Situation ziemlich schnell geklärt wäre, wenn er einfach vorbei gefahren wäre oder gar nicht hier her kommen wäre – langsam kommt mir nämlich der Verdacht er musste hier gar nicht hin, sondern hat unser aufeinandertreffen absichtlich herbeigeführt. Darauf wirft er mir entgegen, dass er mich schon öfter gesehen hat und meine Hunde ja immer an der Leine seien. Was das jetzt für eine Rolle spielt erschließt sich für mich weder in dem Moment, noch später oder jetzt, wenn ich das hier schreibe. Mit sehr viel imponiergehabe erklärt er mir anschließend, dass das hier ja alles ihm gehöre. Als würde mich das auch nur im Ansatz interessieren, denn schließlich möchte ich nicht seine Wiese kaufen oder ihm irgendwas kaputt machen, sondern einfach nur in Ruhe Gassi gehen und das am liebsten auf den Feldwegen und nicht auf einer Wiese, wie jetzt gerade.

Hinweis
Für Feldwege gilt meist (außer sie sind als Privatwege ausgeschildert) der Gemeingebrauch, sprich jeder darf sich drauf bewegen, man darf eben keine Felder kaputt machen. Spezielle Regelungen gibt es für das Befahren, aber das interessiert ja in vorliegendem und geschildertem Fall nicht.

Immer noch wild gestikulierend beschuldigt er mich, dass ich ja meine Hunde IMMER auf seinen Feldern spielen lassen würde und alles kaputt machen würde. Höflich versuche ich ihm zu vermitteln, dass ich nicht genau weiß, von welchen Hunden er spricht, dass es meine aber nicht sein können, da ich sie allein schon aus dem Grund nicht auf die Felder lasse, da diese bei uns gespritzt werden und ich sicher nicht möchte, dass meine Hunde da mehr als nötig (in eben solchen Ausweichfällen) damit in Berührung kommen. Ich versuche auch ihm Verständnis entgegen zu bringen und ihm zu zeigen, dass ich genau weiß, dass Landwirte (in den meisten Fällen) keine Hunde auf ihren Wiesen möchte – was ja auch ihr gutes Recht ist – und ich das natürlich respektiere. Mir aber in diesem Fall nichts anders übrig blieb, denn schließlich kam er auf mich zu und der Feldweg ist höchstens einen Meter breit, somit zu eng, damit problemlos ein Fahrradfahrer an zwei Hunden vorbeifahren kann, die sehr auf ihre Individualdistanz achten.

Erlebnisse auf Feldwegen
Nachdem er immer noch auf mich zu kommt, mittlerweile bin ich immer weiter von ihm abgerückt und zwar nicht nur, weil Lemmy und Iggy nicht auf Fremde stehen, sondern weil ich auch nicht darauf stehe zu nah an einem wild brüllenden Mann zu sein, werde ich auch lauter in der Stimme und sage laut „Stopp, ich und meine Hunde möchten Sie nicht näher bei uns haben!“. Was dann kommt entsetzt mich und zeigt mir was dieser Mensch für ein Bild von Tieren – insbesondere von Hunden hat. Er erklärt mir nämlich, dass Hunde nämlich alles zu akzeptieren haben, was ein Mensch tut und das er gefälligst auch zu mir ran kommen darf, dass Hunde nicht zu bellen haben, sondern einfach nur still sein müssen.
Langsam werde ich dann doch sauer, denn eigentlich bin ich solche Diskussionen echt leid. Ich möchte niemanden auf den Nerv gehen und ich möchte nicht, dass man mich belästigt. Es ist meist anstrengend genug mit zwei solchen speziellen Hunden Gassi zu gehen, da brauch ich nicht auch noch solche unnötigen Auseinandersetzungen. Es ist anstrengend, weil ich wie ein Luchs aufpassen muss und meist weite Umwege gehen muss, nur weil es anscheinend in Mode kommen ist, nicht mehr auf andere Rücksicht zu nehmen, sondern nur noch Rücksicht und Gehorsam einzufordern.
Ich merke, dass dieses Gespräch keinen Sinn mehr hat, drehe mich um und laufe weg. Anstatt, dass er mich nun einfach weiter gehen lässt, schimpft er mir weiter hinterher. Was er damit bezwecken will, dass lassen wir mal in den Sternen stehen, denn das erschließt sich mir wirklich nicht.

Fragen über Fragen

Ich frag mich nur, warum kann man nicht leben und leben lassen. Warum muss man immer Rücksicht fordern und ist selber nie rücksichtsvoll? Warum versucht man anderen Menschen, anderen Tieren, anderen Lebewesen immer den eigenen Standpunkt aufzudrücken. Warum kann es nicht zwei, drei, vier oder noch mehr Standpunkte geben? Warum kann man nicht aktzeptieren, dass es eben Hunde gibt, mit denen man ausweichen muss? Warum kann man nicht akzeptieren, dass es Hunde gibt, die keine anderen Hunde an ihrem Hintern kleben haben wollen? Warum kann man es nicht hinnehmen, dass andere Hunde nicht auf Sozialkontakt mit dem anderen Hund aus sind – warum sind Sätze wie „Meiner tut aber nichts.“ und „Der will nur spielen.“ nötig? Und vor allem warum kann man nicht normal über Dinge reden.

Erlebnisse auf Feldwegen
Es wäre keinesfalls für mich ein Problem gewesen, wenn dieser Mensch auf uns zu gekommen wäre – warum auch immer – mich angesprochen hätte und gesagt hätte ich solle doch bitte seine Wiese verlassen und ich ihm dann – in einem normalen Gespräch – hätte erklären können, wieso ich denn genau jetzt gerade ausgewichen bin. Denn wäre er nicht gekommen, würde ich ja jetzt auch keinesfalls auf seiner Wiese stehen.

Ich wohne total auf dem Land. Hier gibt es viele Bauern und mit vielen habe ich schon gute Gespräche über Hunde und Hundehalter gehabt. Mit vielen habe ich auch schon über die Problematik mit einigen Hundehaltern gesprochen. Das einige eben ihre Hunde überall hinmachen lassen und es dann nicht mal aufräumen. Das einige ihre Hunde über jedes Feld, egal, ob bewirtschaftet oder nicht rasen lassen. Das eben auch einige Hundehalter keine Rücksicht nehmen.

Gesetzeslage in Bayern
Auszug aus Naturschutzgesetz BayNatSchG
Art. 13 Betreten des Waldes
(2) Die Ausübung dieses Rechts wird nach Maßgabe der Vorschriften des V. Abschnittes des bayerischen Naturschutzgesetzes (BayNatSchG) gewährleistet.

Art. 23 Benutzung von Wegen; Markierungen
(1) Jedermann darf auf Privatwegen in der freien Natur wandern und, soweit sich die Wege dafür eignen, reiten und mit Fahrzeugen ohne Motorkraft sowie Krankenfahrstühlen fahren. Dem Fußgänger gebührt der Vorrang.

Wenn ich jetzt also einen Hund habe, der nicht auf dem Weg bleibt, dann habe ich dafür Sorge zu tragen, dass er das tut. Und wenn ich einen Hund habe, der andere belästigt, egal, ob andere Hunde oder Menschen, dann muss ich auch hier dafür Sorgen, dass er das eben nicht tut. Genau deswegen weiche ich zum Beispiel aus – damit sich andere eben nicht belästigt fühlen. Denn wenn meine Hunde bellen, dann zeigen sie damit „He, du bist zu Nahe.“. Da ich natürlich nicht möchte, dass andere wegen mir auf Felder ausweichen müssen, wenn sie es nicht müssen – zum Beispiel, weil sie selber so einen Knallkopf von Hund haben – gehe ich ein paar Meter auf ein unbewirtschaftetes Feld und lasse die Personen oder die Autos passieren.

Erlebnisse auf Feldwegen
Mit dem Bellen, wollen die Hunde ja keinesfalls stören, sondern sich eben mitteilen, denn reden, das können unsere Hunde nun mal nicht und müssen sich daher eben anders mitteilen. Bellen ist Kommunikation – wie ich auch hier schon mal geschrieben habe. Doch trotzdem, auch wenn ich das Bellen nicht als störend empfinde, möchte ich ja trotzdem den Stress für meine Hunde und die Umwelt so gering wie möglich halten und weiche daher vorausschauend aus. Und ich glaube vielen Hundehaltern mit speziellen Hunden geht es ähnlich. Man versucht aus dem Weg zu gehen. Man versucht anderen Hunden, Joggern, Radfahrern, Autos aus dem Weg zu gehen – je nachdem auf was der eigene Hund speziell reagiert. Doch leider ist das in den meisten Fällen gar nicht so leicht, denn wenn der andere Mensch, diese Rücksichtnahme nicht erkennt oder nicht akzeptiert, dann hat man ein Problem. Wenn also der andere Hundehalter es zum Beispiel nicht einsieht, seinen Hund zu sich zu nehmen und eventuell anzuleinen, dann stößt man auf ein Problem. Denn alle Rücksichtnahme nützt nichts, wenn das Gegenüber es bombardiert.

Warum können einige diese Distanz nicht akzeptieren?

Ich frage mich manchmal wirklich, ob meine Einstellung zum Thema Rücksicht blauäugig ist. Ist es in unserer Gesellschaft einfach nicht mehr „in“ rücksichtsvoll zu sein?

Tiere klagen an - Vorschau

Tiere klagen an – Vorschau

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Wenn man da so einen Amazon Gutschein hat und wenn man dann sieht, was alles auf dem eigenen Wunschzettel so rum schwirrt, dann muss man manchmal einfach etwas bestellen. Das kennt doch sicher jeder von Euch – oder?!?!?! Wehe, hier sagt jetzt einer nein ;-)
Auf jeden Fall war es bei mir heute so weit und da ich nicht nur Druckerpatronen bestellen wollte – das wäre irgendwie ganz schön trostlos gewesen musste auch noch ein Buch in den Warenkorb hüpfen – sonst fühlen sich die Druckerpatronen schließlich so einsam – verständlich, oder?!

Dieses Buch ist es geworden:

tiere klagen an

Bildrechte: S. Fischer Verlag

Link zum Buch: Tiere klagen an*

Inhalt

„Tiere müssen die unterschiedlichsten Funktionen in unserer Gesellschaft erfüllen: Sie ersetzen Familienmitglieder, landen auf unserem Speiseplan oder werden für Laborversuche verwendet.
Der weltweit führende Tieranwalt Antoine F. Goetschel kämpft seit 30 Jahren für diejenigen, die keine eigene Stimme haben. Wie kein anderer kennt er die interessantesten und auch grausamsten Fälle und deren juristische Fallstricke. Sein Buch ist ein unverzichtbarer Beitrag zu einer neuen Sicht auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier.“
Quelle: S. Fischer Verlag

Meine Vorabmeinung

Ich finde das Thema Tierethik ungemein interessant und lese darüber sehr gerne. Da ich von dem Anwalt Goetschel bisher noch nie etwas gelesen hatte – zumindest nicht bewusst – bin ich jetzt sehr gespannt, was mich mit diesem Buch erwarten wird.
Die Rezensionen auf Amazon sind schon mal viel versprechend, allerdings sind es bisher auch erst drei – also mal schauen. Ich finde es einfach wichtig, zumindest für mich persönlich, wenn man seinen eigenen Horizont erweitert.
Was mich besonders an diesem Buch reizt, ist die Rezension von einem Leser auf Amazon, denn dieser outet sich ganz klar als Veganer unter anderem mit „UNTIL EVERY CAGE IS EMPTY“. Ich selber gebe zu ich esse gerne Fleisch. Mir ist es allerdings trotzdem wichtig zu wissen wo es her kommt und dafür zahle ich dann auch gerne mehr. Sprich mir ist die „Qualität“ wichtiger als der Preis. Trotzdem, dass ich Fleisch esse, finde ich müsste es in dieser Branche zumindest in manchen Bereichen ein umdenken geben und genau darauf bin ich eben gespannt. Ob dieses Thema überhaupt im Buch zur Sprache kommt und wenn ja wie.
Ich lasse mich also komplett überraschen und natürlich wird es hier auf dem Blog dann eine Rezension zum Buch geben.

Weiterführende Links

Homepage zum Buch
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Weitere Bücher zum Thema

Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen*
Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen*
Der Hund und sein Philosoph: Plädoyer für Autonomie und Tierrechte*
Tierschützer. Staatsfeind: In den Fängen von Polizei und Justiz*
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