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Lieber Herr X,

das hier wird kein normaler Blogeintrag, mit diesem Blogeintrag schreibe ich mir meine Wut von der Seele. Wir hatten heute eine wirklich unerfreuliche Begegnung mit unserem Fast-Nachbar und Hunde-nicht-Möger.


Dieser Herr war es auch, der mir verbieten wollte die Kackbeutel in den öffentlichen Mülleimer zu werfen. Er hat sich auch schon öfter über unsere Hunde aufgeregt, wieso – ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wir haben dem Herr noch nie etwas getan, wir versuchen unserer Umwelt so wenig wie möglich zur Last zu fallen und so wenig wie möglich anzuecken.

lemmy-wasser-hundeblog-canistecture-dogblog

Was mich zu diesem Text veranlasst?

Wir waren gerade Gassi und da kommt Herr X (ich kenne nicht mal seinen richtigen Namen) uns entgegen, gleichzeitig nähern sich uns zwei Hunde. Da Iggy die zwei absolut nicht ausstehen kann, habe ich sie beruhigt und mit ihr gesprochen und versucht mir ihr einen Bogen zu laufen (das geht auf der Straße bzw. dem Gehweg nicht ganz so leicht). Als dann Iggy auch losgrummelt befindet sich Herr X genau auf unserer Höhe und was wirft er mir an den Kopf?
Einen Satz der mich wirklich trifft, einen Satz der von einem großen Hass geprägt ist.
„Dann erschieß den Hund doch einfach“
BATZ – das hat gesessen.
Ich konnte nicht darauf antworten, meine Zunge war gelähmt, genauso wie mein Herz.
Wie kann man nur so sein? Wie kann man nur so voller Hass sein und an das Töten eines Hundes denken?

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Lieber Herr X,
wir haben Ihnen noch nie etwas getan. Wir haben Sie noch nie angegriffen, ob persönlich oder verbal.
Am Anfang wollte ich mich wirklich noch mit Ihnen gut stellen, aber mit einem Menschen, der so böse ist, mit dem möchte ich nichts zu tun haben. Ich verstehe nicht, wie man so sein kann und wie man so voller Vorurteile sein kann.
Das man nicht jeden Mensch mag oder mögen muss, ist für mich vollkommen klar.
Was man allerdings erwarten kann ist, dass man sich dann einfach aus dem Weg geht. Wieso muss man so auf Konfrontationskurs gehen?
Wie wäre es mit ein bisschen mehr Menschlichkeit und weniger Verbissenheit?
Wir wollen Ihnen wirklich nichts böses, ich möchte einfach nur mit meinen Hunden leben und das ohne gemeine und wirklich widerliche Kommentare.
Ich räume die Hundehaufen weg, ich lasse meine Hunde nicht ungefragt zu fremden Menschen hin, ich halte mich einfach an die so üblichen geltenden Regeln. Dafür erhoffe ich mir aber auch Toleranz von Ihrer Seite.

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Von der Seele schreiben

Ich weiß nicht, ob mein Fast-Nachbar diese Zeilen lesen wird, ich weiß es wirklich nicht.
Warum ich es trotzdem hier schreibe?
Weil es einfach gut tut.
Ich habe mit dem Herrn zu Beginn das Gespräch gesucht und es hat noch nie etwas gebracht, seine Kälte und seine Wut auf uns wurde immer größer.
Bei solchen Menschen ist meine Devise einfach ignorieren, denn solche Menschen wollen meist nicht reden, sondern einfach nur Ihrem Ärger Luft machen.
So gehe ich dem Herrn so gut wie es geht aus dem Weg und hoffe, dass er sich irgendwann mit mir und meinen Hunden arrangieren kann.

Was soll ich viel lieben, was soll ich viel hassen?
Man lebt nur vom Lebenlassen.

Johann Wolfgang von Goethe

Wie ist das bei Euch? Habt ihr auch solche Menschen in eurem Umfeld? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

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von

Ich bin ein kreativer Chaot, liebe das Schreiben, aber noch mehr die gemeinsame Zeit mit meinen Hunden. Da meine beiden Hunden alles andere als leicht sind - jeder auf seine ganz persönliche Art - wollte ich mit Canistecture einen Ort schaffen an dem ich alle Seiten des Hundehalterlebens zeige. Die Schönen, genauso wie die weniger schönen. Genau diesen Ort habe ich mit Canistecture geschaffen.

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