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Fuck off Rücksicht

Ja du hast richtig gelesen. Mir ist gerade der Kragen geplatzt.
Ich habe hier und hier über Rücksichtnahme geschrieben und dazu stehe ich auch noch, allerdings bin ich nicht bereit jegliche Schuld der Menschheit auf mich beziehungsweise auf die Hundehalter zu nehmen.Ja, ich habe zwei Hunde.
Ja, einer dieser Hunde ist manchmal mit einem Maulkorb unterwegs.
Ja, meine Hunde kacken, wenn sie müssen (ich sammle es aber brav ein).
Ja, es kann vorkommen, dass meine Hunde andere Menschen anbellen.
Ja, meine Hunde laufen an der Schleppleine.
Ja, ich sehe meine Hunde als Hunde mit Vergangenheit an.
Und ja, für mich gehören meine Hunde zur Familie.

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Allerdings bin ich weder für:
– die Umweltverschmutzung
– jeden kackhaufen in Deutschland
– jeden „bösen“ Hund
– die Spionage von Amerika
– oder für sonst noch was verantwortlich.
Ja ich stehe dazu, dass ich als Hundehalter Sorge dafür zu tragen habe, was mein Hund tut. Allerdings lasse ich mich weder von Fahrradfahrern über den Haufen fahren und dann beschimpfen, noch akzeptiere ich das ein Jogger meint, er muss jetzt genau zwischen mir und meinem Hund durch laufen.
Des Weiteren sehe ich es schon drei mal nicht ein, dass ich für die Dummheit anderer Hundehalter verantwortlich bin. Ich sage es ganz deutlich und jeder gute Hundehalter sollte erkennen, dass meine Hunde nicht auf in-uns-rein-stürm-Begrüßungen stehen. Wer dann meint meiner tut nichts SORRY, ABER WIE WEIT HINTER MOND KANN MAN LEBEN. Mich dann von diesen speziellen Hundehaltern anbrüllen und meine Hunde als aggressiv zu betiteln zu lassen, dass sehe ich definitiv nicht ein.

 

Verantwortung und Rücksicht – aber irgendwann reicht es

Jeder Hundehalter ist für sich verantwortlich. Daher bitte ich jeden Hundehalter, die Kacke seines Hundes aufzusammeln, Hunde nicht in fremden Feldern spielen lassen und daran denken, dass nicht jeder Mensch Hunde mag. Allerdings bitte ich auch Nicht-Hundehalter, dass sie nicht jeden Hundehalter für jeden Kackhaufen verantwortlich machen sollen und nicht jeden Hundehalter zu beschimpfen.

Liebe Eltern,
schön, dass eure Kinder Hunde mögen. Meine Hunde stehen aber nicht auf Kinder. Also bitte kein „oh schau mal ein Hund geh doch mal da hin“ und ja so etwas passiert mir immer mal wieder. Wenn ihr eure Kinder nicht unter Kontrolle habt, dann kauft Ihnen doch eine Leine. Gibt es hier und ja ich übertreibe – an alle Eltern die jetzt aufschreien, aber anders kann man auf manches nicht aufmerksam machen. Aber bitte schickt nicht einfach eure Kinder zu Hunden, die ihr nicht kennt.
Für Hundehalter wie mich ist es oftmals ein kleiner Spießrutenlauf, wenn dann noch Kinder von ihren Eltern zu uns geschickt werden, dann artet es wirklich in Stress für Mensch und Hund aus. Also lasst uns doch gemeinsam an einen Strang ziehen. Klärt eure Kinder auf, dass nicht jeder Hund nett und lieb ist!

Liebe Radfahrer,
toll, dass ihr so schnell seid und die Wenigsten von euch sich an die Verkehrsregeln halten. Ich finde es super, dass ihr so schnell um Kurven saust, nicht klingeln könnt und dann gerne uns Hundehalter beschimpft. Doch, wirklich so Tage bereichern mein Leben. Radfahrer auf Gehwegen sind verboten, ebenso das Radfahren in vielen Wäldern. Wenn ihr einen Hund seht, dann bremst doch bitte ab und gebt uns die Möglichkeit unseren Hund zu uns zu rufen / die Schleppleine einzuholen oder ähnliches. Dieses Verhalten ist für jeden angenehmer. Für Dich, denn du kannst dann angenehm an uns vorbei fahren. Für mich, denn ich kann auf meinen Hund besser einwirken und für meinen Hund, denn er spürt den Schutz durch mich.

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Liebe Jogger,
ihr regt euch auf, dass Hunde euch gern anbellen. Schon mal daran gedacht, wie es wirkt, wenn ihr an einem Hund vorbei rennt? Ihr könnt von Hunden als Spielzeug und als Jagdgegenstand aufgefasst werden. Die wenigstens Hundehalter sind euch böse, wenn sie euren Windzug beim Vorbeilaufen nicht spüren, also ein bisschen mehr Abstand und eventuell warnen, denn stellt euch vor, auch wir Hundehalter sind Menschen und haben im Hinterkopf noch keine Augen, Scanner oder sonstige Hightech. Wäre es nicht angenehmer, wenn man an einem Hund vorbeilaufen kann ohne, dass man Angst haben muss? Dann gebt uns Hundehalter doch bitte die Chance auch einzugreifen.

Liebe anderen Hundehalter,
ich habe hier schon mal sehr offene Worte an euch gerichtet. Wieso müssen wir uns bitte gegenseitig zerfleischen. Ja es gibt welche die barfen und andere füttern anders. Ja es gibt Hundehalter, die lassen ihren Hund im Bett schlafen und andere wiederum könnten sich das niemals vorstellen.
Aber ist es wirklich nötig sich gegenseitig so schlecht zu machen. Egal ob im echten Leben oder im Internet. Immer öfter treten Hundehalter in eine Art Konkurrenzkampf. Manche müssen zeigen, dass sie angeblich die besseren Hundehalter sind, denn sie haben ja schon seit der Steinzeit Hunde.
Andere haben tausende Euros in ihre ach so tolle Ausbildung investiert und können dabei einen Schäferhund nicht von einem Jack Russell unterscheiden.
Wieso müssen wir uns immer auf eine Seite schlagen? Vielleicht hat ja jede Sichtweise ihr Gutes und das was dir gefällt, das pickst du dir heraus und machst dir daraus deine ganz eigene Methode mit deinem Hund zu leben.
Ein Hund ist ein Lebewesen mit einer Seele und diese Seele kann sich (meiner Meinung nach) an die Vergangenheit erinnern. Wieso sollte das ein Privileg von uns Menschen sein?
Liebe Hundehalter, lasst uns eine verdammt coole Gemeinschaft werden, mit vielen verschiedenen Ansichten. Genau diese Vielfalt macht doch uns Menschen aus.

Lemmy-4-hundeblog-canistecture-dogblog

Trotz allem was ich geschrieben habe, bin ich immer noch der Meinung, dass wir alle miteinander rücksichtsvoller umgehen sollten, allerdings sehe ich es nicht ein wieso wir Hundehalter uns so klein machen. Ich stehe hier, bin eine verdammt stolze Hundehalterin, denn andere, die mich nur mal eben treffen, wissen nicht, was für große Fortschritte wir als Team schon gemacht haben.

Niemand ist perfekt – weder Eltern, Radfahrer, Hundehalter, Jogger oder die Perfektionisten. Lasst uns gemeinsam unperfekt perfekt sein, mehr lächeln und uns gegenseitig besser verstehen.
[bctt tweet=“Lasst uns gemeinsam unperfekt sein <3″ username=“anna_teresa_le“]
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About Anna

Ich bin ein kreativer Chaot, liebe das Schreiben, aber noch mehr die gemeinsame Zeit mit meinen Hunden. Da meine beiden Hunden alles andere als leicht sind - jeder auf seine ganz persönliche Art - wollte ich mit Canistecture einen Ort schaffen an dem ich alle Seiten des Hundehalterlebens zeige. Die Schönen, genauso wie die weniger schönen. Genau diesen Ort habe ich mit Canistecture geschaffen.

46 comments / Add your comment below

  1. Hallo Anna!

    Oja, Du schreibst mir wie so oft aus der Seele! ich konnte am Freitag auch meinen Mund auf dem Feld nicht halten:
    Es kam ein Radfahrer von hinten, ich habe ihn gehört (surrende Reifen) habe Lyko noch den Befehl „Rechts“ gegeben und konnt anoch auf die Grasnarbe springen, da sauste der Fahrradfahrer schon vorbei.
    Ich rief ihm nach: Danke für“s Klingeln!
    Er drehte sich um und fährt weiter… dreht sich wieder um und meinte. „DAs ist nicht Dein Ernst?!“
    ICh doch: „Dafür sind die Dinger da!“
    Er: Das von einer Hundebesitzerin, wo die Hunde alles anbellen
    Lyko hatte keine Muks von sich gegen
    Er mußte weiter und fuhr weiter…

    1. Oh man, wie ich so Situationen hasse.
      Ich bin ja gestern mit einem Autofahrer auf einem Feldweg aneinander geraten, der mir im laufe des „Gesprächs“ gedroht hat (O-Ton von ihm „keine sorge nächstes mal fahr ich extra schneller). Hab daraufhin die Polizei gerufen, für die ist das aber keine Bedrohung …. Da denke ich mir dann nur danke auch …

  2. Hihi, meine letzte Fahrradfahrerbegegnung hat’s ordentlich auf die Fresse gehauen. Zum Glück nicht wegen mir oder meinem Hund. Ich hör surrende Reifen und ne halbe Sekunde später brettert der Typ zwischen mir und meinem „aggressiven“ Hund durch. War ich froh das er nicht angeleint war, denn dann ist mein Jim völlig tiefenentspannt. Ohne Leine trau ich mir das aber nur draußen auf freiem Feld bzw. Feldweg. Der Maulkorb bleibt dennoch dran. Zum einen hält das spielende Kinder ab, zum anderen schicken Eltern ihre plärrenden Kids dann nicht mehr zum Hund hin statt ihn zu rufen. Nächster Vorteil ist, ich habe ein paar Sekunden mehr Zeit auf etwaige Giftköder zu reagieren die derzeit verstärkt bei uns in der Region auftauchen. Zurück zum Radfahrer. Der an uns vorbei, wedelt um die Kurve, dreht sich um und rutscht dabei mit dem Hinterrad in der Kurve weg. Hab ihn dann 200Meter weiter im Gras sitzen sehen. Höflich wie ich bin, bot ich ihm Hilfe an. Mein in der Zwischenzeit angeleinter Hunde fand das Angebot nicht reizend und hat dem Radfahrer erst mal gesagt was er von ihm hält. Woraufhin der Radfahrer dann die Hilfe ablehnte.

    1. oh der arme Radfahrer :-D

      Ja das der Maulkorb abschreckt, gerade Eltern habe ich auch schon gemerkt. Allerdings habe ich immer noch viel zu viele Begegnungen bei denen ich mir denk „Gott, lass Hirn vom Himmel regnen“.
      und dann die Sprüche wieso ich denn mit diesen aggressiven Bestien hier Gassi geh … *kopfschüttel*…

  3. Liebe Anna!

    Du sprichst mir – wieder einmal – aus der Seele. Ich kann nicht allem und jedem aus dem Weg gehen. Mein Hund ist unsicher, ich versuche ihr Sicherheit zu geben, aber das wird regelmäßig durch so viele Widrigkeiten zerstört, dass ich manchmal laut schreien möchte. Etwas Abstand halten, „Der-Tut-Nixe“ nicht zu meiner „Die-tut-sehr-wohl-was“ hinrennen lassen. Shiva ist fast ausschließlich an der Schleppleine. Sie ist ein sehr fröhlicher Hund, der trotzdem ständig absichert, falls – wieder mal – jemand angebrettert kommt. Hund, Auto, Radfahrer, Jogger, plärrende Kinder – das ist uns alles ein Graus. Manchmal wünsche ich mir im Lotto zu gewinnen, dann kauf ich mir ein riesengroßes Grundstück, mit eigenem Wald, riesengroßen Wiesen, einem tollen See und ein schönes großes Bauernhaus. Wir müssten unser Grundstück nicht mehr verlassen und hätten alles, was das Herz meines kleinen Mäuschens begehrt. Ruhe und Entspannung pur.
    Naja, es ist nicht alles so schrecklich, aber mit ein bisschen höflichem Abstand ist Shiva nämlich total relaxed…

    Grüße
    Sandra & Shiva (die manchmal etwas unentspannt ist)

    1. Oh ja, genau das gleiche würde ich mit meinem Lottogewinn auch machen :-)

      Übrigens laut meinem netten Autofahrer, der mich gestern fast übern Haufen gefahren hätte, sind Schleppleinen tierschutzwidrig – Hunde gehören an die 2,5 m Leine *o-ton, des „netten“ Mannes*

  4. Bin durch eine facebook Gruppe auf deinen Post aufmerksam geworden und finde deine Art zu schreiben zwar provokativ, offensiv aber gut :)

    Gerade wenn es um Hunde geht, sind viele leider blind.
    Ich besitze zb. einen 1-jährigen Kangal Mischling, der in Deutschland lustigerweise zu den Kampfhunden zählt, obwohl es eigentlich ein Hütehund ist und auch ich habe oft mit Vorurteilen und Anschuldigungen zu kämpfen.
    Unser Hund zb ist sehr aktiv und neugierig und da er gerade ein Jahr alt ist, natürlich auch noch sehr verspielt. Zwar will er auch andauernd anderen Hunden und Menschen hallo sagen, aber wir haben Ihn soweit in Griff, dass sowohl Jogger, Radfahrer und auch andere Hundehalter oder auch NIcht-Hundehalter ruhigen Gewissens an uns vorbei gehen können. Dennoch darf ich mir oft genug anhören ich solle den Hund doch gefälligst enger an die Leine nehmen, warten oder bitte auf der anderen Seite gehen, unter anderem einfach weil er groß ist.
    Ich kann meinen Hund zwar weitesgehend einschätzen, jedoch lege auch ich nicht meine Hand dafür ins Feuer, wenn ihn jemand ärgert, bedrängt oder gerade auch sein Rudel (also uns) bedroht, dass er dann ruhig dasitzt und zuguckt, sondern gehe eher davon aus, dass er laut bellen wird. Viele verstehen das allerdings nicht und lassen gerade auch ihre Kinder an meinen Hund, weil sie zb sehen AHH die geht mit dem großen, bösen Hund und nem kleinen Kind spazieren, der ist bestimmt Kinderlieb. Ja ist er, aber ich garantiere trotzdem nicht, dass er vielleicht mal zu viel hat. Er beißt zwar nicht, aber viele sehen bellen ja schon als körperlichen Angriff und flippen aus.
    Ich finde grundsätzlich kommt es halt immer auf die Hundehalter an was sie ihrem Hund zutrauen können bzw wie sie ihn in gewissen Situationen einschätzen. Denn wie du schon sagst, es gibt genug Hundebesitzer die ewig viel Geld in teure Ausbildung stecken und trotzdem ihren Hund nicht unter Kontrolle haben, wenn es hart auf hart kommt. Und dann kann ich die Aufregung von den Anderen vllt sogar nachvollziehen, aber alle über enen Kamm zu scheren finde ich nicht richtig und gerade Radfahrer und co. sollten auch etwas mehr Rücksicht nehmen auf die Hunde und deren Besitzer, wir machen das bei denen schließlich auch.

    1. Hallo, freut mich sehr, dass dir mein Stil gefällt. Das es provokativ ist, das hast Du schon erkannt und genau auch aus welchem Grund. Denn anders, kann man leider vielen nicht die Augen öffnen.

      Finde es toll, dass du einen Kangal hast, ich liebe diese Rasse, wusste gar nicht, dass die als „Kampfhund“ angesehen werden. Ist ja echt lächerlich … oh man..

      Ich möchte einfach nicht mehr als Schuldiger für alles angesehen werden und genau dafür dieser Post :-)

    2. Der Kangal ist kein Hütehund, sondern Ein Herdenschutzhund, daher die Einstufung als gefährlicher Hund.
      Dieser Unterschied ist schon nicht ganz unwesentlich beim verantwortungsvollen Halteb und Führen dieser Rasse.

  5. Liebe Anna,
    ich kann Dich so gut verstehen. Meine Sopa kommt auch nicht so gut mit einigen Menschen klar und mit Kindern ist es besonders schwierig. Und auch ich erlebe es immer immer wieder, dass viele Eltern einfach ihr Kinder zu uns schicken, oder eben einfach laufen lassen. Die ist ja so klein und niedlich, da kann gar nichts passieren. Ich finde das einfach übergriffig und möchte mich am Liebsten immer wieder dazu äußern: Stellt Euch doch mal vor, ich latsche zu jedem Kind und tatsche dem im Gesicht rum. Das macht man einfach nicht. Und zu Radfahrern und Joggern kann ich auch genug schreiben. Das ist so anstrengend und nervig. Leider habe ich nicht das gefühl, dass sich das in der heutigen Zeit und mit der heutigen Gesellschaft ändern lässt. Ich habe eher die Vermutung, dass es immer schlimmer werden wird.

    Sei lieb Gegrüßt
    Katja mit Emmi und Sopa

  6. Als Hundehalter hat man automatisch immer Schuld. Egal an was. Daran gewöhnt man sich irgendwann. Selbst wenn der eigene Hund einen Einbrecher stellt und ihn beißt, kann dieser ihn theoretisch verklagen. So ist es leider. Nächstens sind wir auch am Wetter Schuld. OK, wenn Jim einen fahren lässt, kann ich sogar das nachvollziehen. Dann ist Weltuntergang.

    Trotzdem. Ein Leben ohne Hund kann ich mir nicht vorstellen. Ich denke wenn man sich selbst immer wieder ans eigene Näschen fast und von vornherein davon ausgeht, das man Schuld hat und was man dagegen tun kann, ist man schon ein gutes Stück weiter. Von daher gehe lieber ich mit meinem Hund auf die andere Straßenseite oder verkrümel mich bei Zeiten, solange ich es kann. Gottseidank kommt mein Hund in der Regel schnell zu mir und ich kann ihn anleinen und schlimmeres verhindern.

    Ich bin auch der Meinung, das es Innerorts und an viel frequentierten Orten einen Leinenzwang geben sollte. Auch auf die Gefahr hin, das ich mich mit dieser Meinung unbeliebt mache. Sollte sich doch die Gelegenheit zum Spiel der Hunde ergeben und Halter und Hund sind sich einig, kann man den Rackern noch immer ihren Lauf lassen. Also Anna, willkommen im Club der Schuldigen :-)

  7. Ohje, ich fühle mit dir. Auch ich habe solche Tage, Tage an denen ich für was weiß ich was verantwortlich gemacht oder sogar beschimpft werde. Der fremde Hundehaufen ist natürlich der Klassiker (auch gerne in der Variante „Ich habe mich grad erst gebückt und den Haufen meines Hundes weggemacht, die frische Tüte noch in der Had. Aber der Haufen nebendran und der zwei Wochen alte daneben – Das war ja bestimmt auch mein Hund“), den vermutlich jeder Hundebesitzer schon erlebt hat. Besonders hart trifft es aber Hundehalter, die wie du und auch ich nicht in allen Aspekten umgängliche Hunde haben. Zum Glück hat Genki keine Probleme mit Kindern oder Joggern, aber eben mit anderen Hunden. Und wenn dann jeder Depp meint seinen Hund zu Genki lassen zu müssen und mir dann auch noch an den Kopf geworfen wird, was ICH als Hundehalter doch alles falsch machen würde, weil Genki Mal wieder austickt, da ist dann auch bei mir irgendwann der Geduldsfaden gerissen. Tips aus dem Mund eines Menschens, der seinen Hund willkürlich und ungefragt auf alles und jeden los lässt, nehm ich mit Sicherheit nicht an. Und wenn’s dann eben wieder so einen Tga gibt, an denen man für irgendwas angemeckert wird, was irgendjemanden Mal wieder nicht in den Kram passt, dann denke ich auch manchmal „Wozu nehm ich eigentlich Rücksicht?“ Ich kann’s ja eigentlich lassen, es nimmt ja irgendwie auch fast niemand auf und Rücksicht UND ich werde trotzdem angemeckert.
    Andererseits gibt es sie ja doch – das mus man ja fairerweise sagen. Die Kinder, die brav gelernt haben erst zu fragen, ob sie einen Hund streicheln dürfen, die Radfahrer die klingeln, die Jogger die langsamer werden und sich auch noch bedanken, wenn man seinen Hund zur Seite nimmt. Zwar leider viel zu selten, abe ich freue mich doch immer, wenn man so einem begegner. Rücksichtsnahme ist eben im Endeffekt doch schöner, auch wenn es viel zu selten honoriert wird.

  8. Ja, Radfahrer, Motorräder und kleine Kinder die angerannt kommen – davon kann ich auch ein Lied singen!

    Mein Hund mag alle drei üüüüberhaupt nicht! Bei Kindern wird er unsicher und bellt – selbst das hält viele leider nicht davon ab näherzukommen. Da könnte mir auch regelmäßig der Kragen platzen.
    Und die Zweiräder sieht er wahrscheinlich als Beute und will hinterher (zwei Radfahrer hat er schon vom Rad runtergeholt – ist zum Glück nix passiert).

    Meine Tochter hat vor einem halben Jahr eine herzensgute Stafford-Hündin vor dem Tierheim bewahrt, die aber leider andere Hunde (vor allem die ganz kleinen) nicht so gerne mag.
    Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass unangeleinte Hunde auf sie zustürmen und die Besitzer es nicht einsehen, warum sie dafür Sorge tragen sollten, ihren Hund fernzuhalten. Der Satz „Der tut doch nix“ fällt da auch des öfteren. Und wahrscheinlich denken die anderen Hundehalter, dass die Hündin meiner Tochter wegen des Maulkorbs ja eh nix machen kann. Dass das aber Stress für das Tier ist, ist denen vollkommen egal *grrrrr*

    Ganz ehrlich, inzwischen teile ich Sebastians Meinung, was den Leinenzwang betrifft.

  9. Ich muss zugeben (auch wenn es sich jetzt blöd anhört) früher war das alles einfacher. Aber früher – vor 25 Jahren – da gab es auch nicht so viele Hunde und man hatte das Wort „Selbstverwirklichung“ noch nicht so oft gehört wie heute.
    Es gibt Tage, da denke ich es ist unmöglich sich mit zwei Hunden durch das Leben zu bewegen ohne permanent irgendwo anzuecken … zum Glück gibt es auch die anderen Tage :)

    Rücksichtnahme ist heute doch schon fast ein vom Aussterben bedrohtes Wort – und erwarten darf man es leider nicht. Auch wenn ich mit meinen Hunden durchaus „normal“ durch die Gegend laufe – ich belästige / provoziere / beleidige niemanden, möchte aber auch nicht belästigt / provoziert / beleidigt werden – es gibt immer Situationen, die auch mich zur Weißglut bringen. Aber wenn mir und den Hunden nichts passiert ist, dann schalte ich schnell wieder runter.
    Mit den beiden jetzigen Hunden habe ich erstaunlicherweise weniger Probleme, obwohl die öfter mal meckern als die Vorgänger … aber die Beiden sind halt kleiner und es macht wohl auch einen Unterschied ob jemand mit 2 x 50 kg Hund unterwegs ist oder mit insgesamt 50 kg Hund ;)
    Aus meiner Erfahrung gibt es aber nichts, was ich als Hundehalter anders machen könnte: ist meine Leine lang, ist sie nicht sicher genug – habe ich die Hunde an der kurzen Leine, dann gönne ich Ihnen keine Freiheit! Gehe ich auf die Seite, dann wohl deshalb, weil meine Hunde aggressiv sind – bleibe ich auf dem Weg, dann nehme ich keine Rücksicht … diese Liste könnte ich unendlich fortsetzen.
    Ich habe für mich daher beschlossen, so rücksichtsvoll wie möglich zu sein: für mich, meine Hunde und alle anderen.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

  10. Ja, die lieben Radfahrer … wie oft schon habe ich gesagt „dafür, daß ich hinten keine Augen habe, haben Sie vorne eine Klingel“. Ganz toller Bericht!

    lg
    Kathi mit ihren, ja wie kann man nur, 4 Hunden ;-)

  11. Manchmal hat es auch so seine Vorteile, wenn man einen riesen Hund hat ;) Die meisten haben richtig respekt vor Bonjo und wechseln von sich aus die Straßenseite! Ich versuche immer vorrausschauend zu sein und Bonjo rechtzeitig ins Platz zu legen oder so. Aber auch solch blöde sachen sind uns schon passiert… da geht man einem Hund aus dem Weg und das Herrchen (plus Hund) hat nix anderes zu tun als direkt auf uns zuzukommen.

    Liebe Grüße Bonjo+Vi

  12. Unterschreiben ich – in allen Punkten. Besonders, das mit den Kindern. Als Halter von zwei Jacky’s kann ich davon ganze Chöre singen… gerade weil ’n Jacky halt nicht so groß ist.

    Wie jeder seinen Hund hält soll er selbst entscheiden, solange es artgerecht ist, kann doch jeder selber entscheiden, wie gefüttert, geschlafen oder sich ausgerüstet wird.

    Leben und leben lassen.

    Danke für deinen super Artikel – wird gleich geteilt!

    LG Jérôme

  13. Ich kann das alles gut nachvollziehen, sehr gut geschrieben … allerdings, eine kleine Korrektur, die mich mein ganzes Leben schön und immer wieder stört (nicht persönlich nehmen): „desweiteren“ schreibt sich schon immer „des Weiteren“. ;-)

  14. Oh, wie recht du doch hast! Der tägliche Wahnsinn der Hundehalter, die versuchen, sich anständig zu benehmen. Hier in der Schweiz läuft das genau so ab, und zwischendurch verliert man dann halt eben die Geduld und das immerwährende Verständnis und denkt (und schreit sogar manchmal) „Fuck off“ . Wir wurden hier schon als „Arschlöcher mit euren Dreckskötern“ betitelt. Und das nur, weil wir mit dem Auto an einer alten Xanthippe vorbei gefahren sind und sie anhalten musste. Ich habe ihr dann mitten in ihren hochroten Kopf gelacht und gesagt, mit hysterischen alten Frauen diskutiere ich nicht. Und dann sind wir weitergefahren. Die war danach noch mehr sauer…komischerweise…eigentlich sollte sie ja froh gewesen sein, jemand anders hätte sie vielleicht von ihrem Fahrrad geholt..

  15. Aber Hallo!

    Mensch Anna, da haben wir dich, die Ikone der Rücksicht, als Flaggschiff für die Aktion „Fair auf Pfoten“ eingekauft und dann so ein Ausraster. ;-)

    Dein emotionaler Beitrag zeigt deutlich, wie wichtig dir dieses Thema ist. Für die Hundehalter mit der „Scheißegal-Haltung“ ist das Leben immer leicht. Für die verantwortungsvollen Halter wird es wohl noch lange schwierig bleiben. Ich geh diesen schwierigen Weg mit dir und viel andere folgen uns bereits. Das macht Hoffnung!

    Gruß Axel

  16. Hey Anna!

    Ohja, das hast du sehr schön geschrieben. ;)
    Allerdings gibt es einfach zuviele Hundehalter, die ihre Hunde eben auch mit entsprechender Vorwarnung nicht unter Kontrolle haben und den respektvollen Hundehaltern den Ruf versauen.. :(

    Kleiner Tipp: Noch mehr Hunde! Da lässt auf einmal kein anderer Hundebesitzer seinen Hund mehr reinlaufen, Kinder dürfen nicht rankommen, Jogger laufen woanders lang und Radfahrer werden seeehr langsam :D

    Dein Teil mit den Radfahrern und anderen Hundehaltern gefällt mir besonders. Danke dafür! :)

  17. Ich kann deinen Unmut sehr gut nachvollziehen! Mir ist heute Morgen während meiner Gassirunde auch wieder so ein „Ding“ passiert. Zwei ältere Herren stehen mitten auf dem Feldweg. An ihren Flexileinen ein Labbi und ein Scottish Terrier. Netterweise machten die Männer mir und meinem Hund etwas Platz und ließen mich vorbei. Sowohl der große als auch der kleine Hund führten sich auf wie die Furien, als wir an ihnen vorbeigingen. Mein Hund sagte keinen Ton, was mich bei dem Spektakel echt gewundert hat. Kaum waren wir vorbei, hörte ich wieder dieses knackende Geräusch von einer nachgebenden Flexileine und konnte so schnell gar nicht reagieren, wie der kleine Scottish Terrier meinem Hund in den Haxen hing. Ich war so perplex in dem Moment, dass ich keinen Ton rausbrachte. Und die Männer lachten nur über die vermeintlich witzige Aktion des kleinen Hundes. Aber ich habe mir fest vorgenommen, mich nicht mehr aufzuregen. Dann bleibt auch mein Hund cool in solchen Situationen. Dennoch: Unverschämt fand ich das trotzdem. Und etwas mehr Schlagfertigkeit hätte ich mir in diesem Moment schon gewünscht…

  18. Ich kann leider auch oft ein Lied davon singen. Tekla ist ein Sheltie-Jack Russel Mix und dementsprechend nicht so groß und sieht halt auch sehr nett und süss aus und deshalb denken irgendwie alle Menschen man könne sie streicheln.Auf blöde Komentare und dumme Sprüche muss ich dann meistens nicht lange warten,wenn ich den Leuten oder deren Kindern sage das sie das nicht so prickelnd findet und nicht angefasst werden will. Im Wald mit Joggern und Radfahrern geht’s ähnlich weiter und demnächst müssen wir uns wohl entschuldigen das wir im Wald spazieren gehen. Dabei ist mein Hund super abrufbar und ein klingeln oder rufen wäre okay und ich kann sie anleinen….

  19. Oh Mann, bin ich froh, diese Seite gefunden zu haben. Seit etwas mehr als 5 Monaten lebt mit uns – mir, meinem Mann und 17jähriger Tochter – „Mango“ – Tierheimhund, 4 Jahre, 34 kg. Und mit allen „Macken“ ausgestattet … andere Hunde – mag er nicht, fremde Menschen – mag er nicht. Alles geht nur auf Distanz. Kann jemand nachvollziehen, wie oft mir schon im Kopf rumgeschwirrt ist: „Ich geb ihn zurück. Hund, du kommst wieder ins Heim!“ ? Aber NEIN – dann überlege ich, wie er zu Hause inzwischen zu uns, speziell zu mir ist – und dann hab ich ’nen Riesenklumpen im Magen und denke dran, wie sehr er mir schon ans Herz gewachsen ist, der alte Tierheimrüpel. Nur gut, dass unsere Hundetrainerin oft betont, wieviel wir schon erreicht haben in der kurzen Zeit. Auch beim Spazierengehen … ich gehe vorausschauend auf die andere Straßenseite, weil wir dann mittlerweile auch ruhig an anderen Hunden vorbeikommen. Ich nehme ihn rechts/links je nach entgegenkommenden Menschen und wir kommen meist ohne Regung von ihm vorbei. In der Stadt drin NUR mit Maulkorb – mit Leine sowieso IMMER. Bin total stolz auf ihn, was er alles schon kann. Ich laufe VORAUSSCHAUEND mit ihm, um alle Situationen rechtzeitig zu erkennen und reagieren zu können – jemand hat mal gesagt, wie mit ´ner Rundumleuchte auf dem Kopf (fand ich total passend). Und trotzdem gibt es immer mal wieder so´nen Nackenschlag wegen der verdammt „einfühlsamen“ Art anderer Hundeausführer. Heute früh auf entspanntem Rundgang – wir waren fast schon zu Hause und mussten noch mal links abbiegen um eine Hecke herum. Großer Kreuzungsbereich mit viel Platz. Und ich sehe aus dem Augenwinkel von links ein Frauchen mit Bully kommen auf dem Rasenstreifen. Ich denke – fein, dann machen wir jetzt einen GROSSEN Linksbogen zur anderen Straßenseite, wo auch noch ein breiter Rasenstreifen ist. War total stolz auf meinen Guten, der trotz Sichtung des anderen Hundes brav auf rechts neben mir blieb. Wir waren schon fast um die Kurve herum, da wechselt das Frauchen mit Bully an den Straßenrand – ich höre das Geräusch der Flexileine und merke, dass sie dem Bully Leine lässt, der uns natürlich erst mal hinterherflitzt – schnuppernd und schon über die Hälfte der Straße. Umdrehen und Aufregen war Eins für Mango. Da frage ich mich, wozu wir großen Abstand schaffen durch unser Laufverhalten, wenn dann von hinten diese Distanz doch wieder unterschritten wird. Sowas deprimiert mich jedes Mal unheimlich. Vor allem, weil ich ja meinen Hund wieder regulieren musste, der vorher auf meine Ansage achtend, sich bemüht hat, zu folgen. Das ist einfach nur bitter …
    Aber dass ich hier so viele Meinungen finde, die einen schwierigen Hund NICHT in Grund und Boden verdammen – das finde ich total gut und es hilft mir schon beim Lesen wieder ein Stückchen weiter.
    Naja, vielleicht wird ja die Abendrunde wieder entspannter ;-)

    Liebe Grüße und Wuffs
    Katrin und Mango

    1. Ja so was macht die Arbeit von unzähligen Gassiläufen zuvor wieder kaputt. Da strengt man sich an und ist happy, das der eigene Hund endlich andere wenigstens auf Distanz ignoriert und ein son Ding reißt das wieder ein. Zum Glück wohne ich am Dorfrand, um wie viel schlimmer muss das dann in der Stadt sein. Aber nicht aufgeben!

      PS: Vielleicht sollten wir uns wirklich Rundumleuchten auf den Kopf schnallen?

    2. Liebe Kathrin, es freut mich, dass die meine Seite gut tut und gefällt.
      Ja die Situation, die Du beschrieben hast, kenne ich nur zuuuuu gut…. Leider…

      Liebe Grüße
      Anna

  20. ohja, liebe Anna, du beschreibst in etwa unsere liebe Zicke und was du erlebst, haben wir auch erlebt. Die Erfahrung zeigt, dass es besser wird, mit Rückschlägen, die das Team stärken;-). Ich wünsche dir viel Geduld und Hartnäckigkeit. Ich habe die grössten Rückschläge mit Fly wegen der anderen Hundehalter, die rücksichtslos ihre Hunde auf Fly losrennen liessen, erlebt, da ist an manchen Tagen wieder alles auf Anfang gestanden. Aber wir Hundehalter halten das ja aus (deshal Halter, von aushalten :-D). Toitoi und schön, gibst du einem Hund, der nichts anderes gekannt hat eine tolle Chance!

  21. Liebe Anna! So fühle ich mich seit sieben Jahren mit unserem Tierschutzhund! Ich hab fast 1 zu 1 auch alles durchgemacht?! Du schreibst mir aus der Seele❤️…aber ich liebe unseren Hund und du hast mir gerade wieder richtig Mut gemacht weiter zu kämpfen! Vielen Dank dafür…Kathi und Foxi

  22. Haha…. ich habe selbst keine Hunde, kann dein Luft-Ablassen aber gut verstehen. Hunde, genau wie alle anderen Wesen, sind Individuen und haben andere Charaktere… ich geh‘ auch nicht einfach zu Menschen und quatsche und fasse sie an … manche mögen es halt nicht. ;) Ich wünsche dir weiterhin viel Durchhaltevermögen beim Gassi gehen…. bell‘ die nächsten Nörgler doch einfach mal persönlich an. :D

  23. Hallo Anna,

    willkommen im Club an wenn mein Hund manchmal bellt an der Leine, wir sind ja nicht immer gleich drauf,
    sage ich immer leider kann er nur bellen das singen üben wir noch.

  24. Hallo Anna
    Es ist einfach nur traurig wie dumm und egoistisch Menschen miteinander umgehen können. Jeder glaubt, ungefragt seine idiotischen Kommentare abgeben zu müssen, wenn man nicht in ihre kleinkarierte Welt passt. Radfahrer, Autofahrer, Jäger, Bauern und leider auch immer wieder Senioren beschimpfen einen, wenn man es wagt, einen Weg mit ihnen zu teilen. Allein schon atmen kann für meine Hunde gefährlich werden. Da habe ich mit Spazieren 50 positive bis erfreuliche Begegnungen und dann kommt irgendein Idiot daher und beschimpft mich, weil meine Hunde nicht schnell genug zur Seite geschafft werden, bellen oder am Hinterteil eines Kollegen schnuffeln. Und somit ist mein Tag gelaufen.

    Ich weiss heute immer noch nicht, wie ich reagieren soll. Zurück schimpfen (kann ich) oder einfach nett lächeln und einen schönen Tag wünschen (ätzend aber durchaus hilfreich, weil der Gegenüber sich dann noch mehr aufregt). Auf jeden Fall lassen wir uns von all diesen Witzfiguren nicht noch mehr einschränken und gehen stolz erhobenen Hauptes unseren Weg mit all unseren Macken.

  25. Danke für den Artikel, er hätte von mir sein können :D

    Am Schlimmsten finde ich noch andere Hundehalter, die ihre Hunde trotz der Bitte, den Hund zurückzurufen, in meinen brettern lassen und mich dann vollkommen erbost anpöbeln, wenn mein Hund zeigt, wie er solche Begrüßungen findet. Ihrer wollte ja nur freundlich Hallo sagen. Die Reaktion käme aus dem Nichts. Und was ich nicht alles falsche gemacht hätte, mir so einen aggressiven Hund zurechtgezogen zu haben… Ommmm. Zum Glück gibt’s Maulkörbe. Die halten viele ungebetene Hallo-Sager fern. Ob nun Mensch oder Tier.

  26. Tolle Seite :) schön zu lesen das man nicht allein auf der Welt ist ,mit einem etwas schwierigen Tierschutzhund . Macht spaß mitzulesen

  27. Gorrrr Du hast soo recht! Hamlet hat nur 6,5kg, das Leben mit einem so kleinen Hund, der von sich selbst denkt, er sei ein Rottweiler hat auch einige Tücken.
    Einmal hat ein Kind ihm aber nach mehrmaliger Aufforderung, ihn in Ruhe zu lassen, ins Gesicht fasst und die Mutter war super empört, weil ich reflexartig die Hand des Kindes zur Seite geschubst habe. Da hört’s für mich echt auf.
    Jogger hat er schon mehrmals angegangen, zum Glück attackiert er nur die Schuhe :/ Er erschreckt sich da richtig, ich mich auch…
    Auch nervig: ich reise mit ihm in der Tasche viel mit der Bahn. Die Leute sind SO rücksichtslos (weil unachtsam). Da wird der Koffer gegen die Tasche gedonnert, oder halb reingetreten. Da krieg ich echt die absolute Krise und werd auch sehr deutlich.
    Die stürmischen Begrüßungen kennen wir auch, findet er dumm, weil sie ihm weh tun (hat ne kaputte Hüfte). Andere Hundebesitzer sehen ihn ihm dann häufig den „aggressiven“, weil er deutlich macht, dass er das einfach nicht mag. Die meisten können aber auch keine Hundesprache lesen :/
    Und jetzt hab ich das Gefühl, unter solchen Artikeln kotzt jeder mal so richtig ab :D

  28. Irgendwann reichts einfach mal, toller Beitrag! Ich hasse es, wenn andere Menschen sich in das was ich mit meinem Hund mache und trainiere einmischen. Ja, mein Hund kommt aus dem Tierschutz und hat eine Vergangenheit, die ihn sicher nicht immer in Watte gepackt hat. Aber wie soll ich ihm denn bitte abgewöhnen, nach Menschen zu schnappen und zeigen, dass Menschen nichts schlimmes sind, wenn sie IM VORBEILAUFEN bei Begegnungen während ich unglaublich stolz bin weil er brav Fuß läuft, die Hand runter strecken und über seinen Rücken streicheln?! Wie soll ich meinem Hund beibringen an einer Stelle kurz angeleint ohne mich zu warten, wenn Eltern wie Kinder begeistert zu ihm hin rennen und ihn bedrängen und streicheln?! Mein Hund schnappt und er kann ersthaft verletzen.
    Jogger stören ihn zum Beispiel gar nicht, ich finde aber nicht dass jeder Jogger sich lautstark ankündigen muss. Den Laufschritt hört man im Normalfall, ich finde lautes Ankündigen eher problematisch. Wie gesagt ignoriert Moritz Jogger, Menschen mit denen ich ein Gespräch anfange findet er hingegen interessant und will sie begrüßen. Wir haben einmal eine Joggerin getroffen, die Angst vor Hunden hatte. Als sie Moritz gesehen hat, ist sie stehengeblieben, hat auf der Stelle weiter gejoggt und panisch angefangen zu kreischen dass ich mein Hund doch zu mir nehmen sollte. Moritz fand das panische Kreischen unglaublich interessant, wollte wissen was denn los ist und ist freudig wedelnd auf die Frau zugetrabt. Die hat angefangen rumzufuchteln und noch mehr zu kreischen, was Moritz dann so perplex gemacht hat dass er ein paar Sekunden länger gebraucht hat, bis er auf Ruf gekommen ist.. Als ich ihn dann bei mir hatte ist sie weiter gejoggt und hat mich im Vorbeigehen noch angemault dass ich kein Respekt habe und mein Hund kein Stück hören würde..

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