Tierschutzhund: Warum hast du einen Hund aus dem Ausland?

Diese Frage lese ich in verschiedenen Arten, mal nett gefragt, mal vorwurfsvoll, mal verständnislos auf Facebook und anderen Sozialen Netzwerken. Wenn man einen Tierschutzhund zu sich nimmt, dann kann es mitunter vorkommen, dass man sich rechtfertigen muss wieso man einen solchen Hund ein zuhause gegeben hat.
Meine Gegenfrage ist dann immer „Wieso muss ich mich rechtfertigen?“.

Ich bin ein Mensch, der das Motto „Leben und Leben lassen“ stark verfolgt. Wieso müssen wir uns immer erklären, egal ob unser Hund Trockenfutter zum Fressen bekommt, im Winter einen Mantel trägt, im Bett schlafen darf oder was auch immer. So oft muss man sich rechtfertigen. Aber mal ehrlich, ist es nicht mein Leben und das meines Hundes oder meiner Hunde? Muss ich dafür Rechenschaft bei Menschen, die ich nur online kenne, oder Menschen, die ich auch im realen Leben kenne ablegen? Wieso muss ich andere von meiner Art zu leben und von meinen Entscheidungen überzeugen?
Ein Hund aus dem Tierschutz war bei uns eine ganz bewusste Entscheidung und nein, ich habe keinen Hund aus Rumänien geholt, damit man mir auf die Schulter klopft und sagt „Wow, toll.„. Das wird einem nämlich immer sehr gerne vorgehalten. Ich habe mir einen Hund aus dem Tierschutz geholt, weil ich mich beziehungsweise ich und mein Freund, uns mit dem Thema lang beschäftigt habe(n) und dann beschlossen haben, wir wollen einem Hund ein Zuhause geben, der sonst keines bekommen würde. Ein Hund, der wirklich ein Zuhause braucht und vielleicht schon eine schlimme Vorgeschichte hat. Ein Hund, der Macken hat und vielleicht weit ab vom perfekten, süßen Welpen ist.
Ja und mit dieser Vorstellung haben wir uns dann auf die Suche gemacht und sind durch Zufall – manche behaupten auch Schicksal – auf Pappnase Nummer 1 Lemmy gestoßen. Dass er aus Rumänien kam war für uns weder wichtig noch ein Kriterium um ihn zu uns zu holen oder eben auch nicht.

Tierschutzhund Hund aus dem Ausland

Profilierung durch den eigenen Hund

Es mag ja tatsächlich Personen geben, die sich durch ihren Hund profilieren. Hundehalter, die zeigen müssen, was sie für tolle Menschen sind und das nicht durch Taten tun, sondern eben dadurch, dass sie einem Hund aus dem Ausland ein Zuhause geben. Aber ganz ehrlich, so lange der Hund dadurch nicht leidet „so what„. Ja, ich finde es auch seltsam, wenn man sich nur über die Herkunft seines Hundes definiert, aber wenn es einem Hund eine neues Zuhause in Sicherheit gibt, dann sollen die Personen das eben machen.
ABER und jetzt kommt das große ABER – nicht die Mehrzahl der Menschen, die sich einen Tierschutzhund holen sind so. Für viele steht einfach der Gedanke im Vordergrund, dass sie einem Hund ein Zuhause geben. Mich stimmt es immer sehr nachdenklich, wenn Hundehalter sich gegenseitig angreifen, nur weil der eine einen Tierschutzhund hat. Wieso kann man denn nicht einfach so leben, wie es für einen persönlich am besten ist und wenn das mit einem Hund vom Züchter ist, dann ist das so und wenn es ein Hund aus dem Tierheim ist, dann ist das eben auch so. Aber nein, wir kämpfen lieber gegen Windmühlen und halten uns gegenseitig Dinge vor, die nun mal so sind.

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Die Herkunft eines Hundes

Für mich ganz persönlich zum Beispiel würde ein Hund von einem Züchter nicht in Frage kommen, ich verstehe aber Menschen, die sagen sie möchten eben einen Hund vom Züchter und das ist auch vollkommen ok für mich. Ich kenne wirklich Hundehalter von Tierschutzhunden, die zu Hundehaltern, die einen Hund vom Züchter haben, keinen Kontakt wollen oder auch andersherum. Und ganz ehrlich, ich verstehe das wirklich überhaupt nicht.
Ja, es gibt durchaus Hundehalter mit denen ich persönlich nichts anfangen kann, dass liegt dann aber nicht an der Herkunft ihres Hundes, sondern zum Beispiel an ihrer Persönlichkeit oder auch an ihrer Art mit Hunden umzugehen. Ich würde niemals auf die Idee kommen, jemanden vorzuhalten, dass er sich für diesen speziellen Hund entschieden hat, denn wie auch bei anderen Entscheidungen, sollte man diese einfach respektieren.

Wieso also muss man sich für etwas erklären und unter Umständen sogar entschuldigen, das einfach eine Herzensentscheidung oder auch eine Kopfentscheidung war. Vielleicht sollten wir wieder lernen mehr auf uns selbst zu achten und andere weniger zu verurteilen.

Uns alle verbindet doch die Liebe zu unseren Hunden und das sollten wir nie vergessen.

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Um die Frage also abschließend zu beantworten, wieso ich einen beziehungsweise sogar zwei Hunde aus dem Ausland habe, sei das gesagt.
Weil ich es wollte, weil ich mich ganz bewusst dazu entschieden habe. Für mich sind diese zwei Pappnasen mit ihren Macken sehr perfekt und passen einfach. Sie sind keine leichten Hunde, aber sie sind jetzt Hunde mit einem Zuhause bei mir und darum bin ich sehr froh.
Ich hoffe, dass wir irgendwann mal an einen Punkt kommen, an dem man sich nicht ständig für etwas vor anderen rechtfertigen muss, sei es jetzt in der Hundehaltung oder bei der eigenen Ernährung oder sonstigen Dingen.

16 Replies to “Tierschutzhund: Warum hast du einen Hund aus dem Ausland?”

  1. Hallo, ich finde den Artikel super geschrieben! Ich habe auch einen Hund aus dem Ausland – aus Costa Rica! Wham!!! Costa-Rica? Gehts nicht noch weiter weg? Haben wir nicht genug Hunde hier? So, oder so ähnliche Fragen bekomme ich, sogar von meiner Tierärztin (die jetzt nicht mehr meine Tierärztin ist). Meine Gegenfrage: Ißt du Bananen? Meist ist die Antwort „ja“. Ach, ist meine Antwort, die kommen auch aus Costa-Rica!
    Ich habe mich bewusst und nicht leichtfertig für diesen Hund entschieden, auch weil ich die Wienerin, die das Heim leitet, persönlich kenne. Und es ist für mich der perfekte Hund.
    Ich habe selbst und mit viel Verantwortung Rauhhaardackel gezüchtet, aber jetzt wollte ich so einem Hund ein Zuhause geben. Ich möchte trotz allem, dass die Rassen erhalten bleiben! Und plädiere weder für das eine noch das andere. Ich möchte nur, dass man genau hinschaut, wo man seinen neuen Mitbewohner herholt! Und ja, uns sollte nur die Liebe zu Tieren verbinden.
    In diesem Sinne einen schönen 1. November und liebe Grüße von Hanne, Amy und Wendy

  2. Ob Ausland, Tierheim oder Züchter – das alles spielt für mich keine Rolle. Verliebe ich mich in einen Hund aus Bulgarien, ja dann ist es so. Stolpere ich über einen süßen Wurf vom Züchter und verliebe mich dort, ja dann ist es auch so. Finde ich meine große Liebe im Tierheim, ja dann ist das so.

    Was ich nicht so toll finde sind Menschen die ihre Hunde ganz bewusst von Vermehrern kaufen. Egal ob sie bewusst oder aus „Mitleid“ kaufen. Und ja, auch die „liebevolle Hobbyzucht von Rassehunden ohne Papiere“ oder sog. Desginerdogs sind für mich ein Grund dem Halter auf dem Zahnfleisch zu fühlen oder eben spitze Kommentare abzugeben. Joa, in der Hinsicht bin ich wohl ein Arsch. Und bleibe es auch 🙂

    Übrigens habe ich auch einen Hund aus dem Auslandstierschutz. Gerechtfertigt habe ich mich noch nie dafür. Würde ich auch nicht. Ich binde es aber auch nicht jedem auf die Nase.

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi

    1. Also ich finde nicht, dass du deswegen ein Arsch bist 😉 Da würde ich auch hellhörig werden 🙂
      Ich sehe das wie Du – eben wo die Liebe hinfällt 🙂 Und auch ich binde das niemandem auf die Nase, aber mir ist zum Beispiel auch schon auf der Stadt – beim Anmelden von den Hunden – passiert, dass ich mich rechtfertigen musste bzw. mich so gefühlt hab als müsste ich das für die Herkunft von den zweien.

      Liebe Grüße
      Anna

  3. Hallo,

    Also ich musste mich noch nie rechtfertigen, warum ich einen Hund aus dem Tierschutz habe. Aber ich musste mich jetzt dafür rechtfertigen , dass unser zukünftiger „Zweithund“ von einem Züchter kommen wird. Fakt: Es geht Niemanden etwas an. Bei jeder Entscheidung macht man sich ja schon selbst genug Gedanken – sollte man jedenfalls. Aber die meisten Menschen mischen sich dennoch gern bei allem ein. Ich gebe auch gern ungefragt kluge Ratschläge. Denke, dass ist die Natur des Menschen. Deswegen ärgere ich mich auch nicht über sowas, aber erkläre es auch nicht mehr – zu viel Lebenszeit geht da verloren.

    Man muss bei Züchter und beim Tierschutz gleich gut aufpassen an was für Leute man da gerät. Daher sollte man vorher sich viel Zeit nehmen etwas passendes zu finden und auch die Leute vorher ein bisschen kennen lernen. Denke, wenn die Züchter/Tierschutzorgas auch daran interessiert sind wohin der Hund kommt ist das immer ein gutes Zeichen.

    Wir werden uns übrigens einen „Designerhund“ holen – nur um direkt mal den Post von oben aufzugreifen – und auch in diesem Punkt werde ich mich nicht bei anderen Leuten erklären. Warum auch? Wir haben uns was dabei gedacht und witzigerweise, sind wohl alle „Hunderassen“ mal so entstanden. Tolles Beispiel ist da wohl der Elo. Dessen Zucht erst 1987 – damit ist die Rasse genauso alt wie ich – begann und der auch eine Mischung aus 5 oder 6 verschiedenen Hunderassen, z.B. wurde da Dalamtiner & Eurasier zur stabiliserung reingezüchtet, ist. Die „Designerhunde“ sind ja noch recht frisch, daher wer weiß wie stabil die Rassen in 29 Jahren sind.

    LG Denise

  4. Völlig irre, dass man sich für so etwas rechtfertigen muss.
    Manchmal ergibt sich eben das ein oder andere, ohne dass man bewusst in diese Richtung gegangen ist…
    Ich habe mich schon öfter dafür rechtfertigen müssen, dass meine Hunde nicht aus dem Tierschutz stammen. Gerade als Püppi kamen, häuften sich die Anschuldigungen.
    Es hat sich ergeben, ohne das es geplant gewesen ist. Gezielt gesucht habe ich nicht. Ich habe mich spontan in diesen Hund verliebt und fertig.
    Echt traurig, wie wenig tollerant manche Menschen sein können…

  5. Mein Hund kommt auch aus Rumänien, und dies war eine durchaus bewusste Entscheidung, einer solchen Nase eine Chance zu geben, deren einzige Alternative ein grausamer Tod gewesen wäre.
    Manchmal kommt von anderen die Frage, warum es denn ein Hund aus dem Ausland sein muss, gibt doch hier auch genügend etc. etc.
    Ich stelle dann im Gegenzug die Frage, ob sie denn ein deutsches Auto fahren, nur deutsches Essen kaufen, in deutsche Lokale gehen usw. 😉 Dann werden sie meistens ganz schnell still und beginnen zu überlegen…
    Für mich wird auch zukünftig nur ein Hund aus dem Tierschutz in Frage kommen, da wäre es aber egal, woher er stammt!

    Viele Grüße
    Alexandra & Blue

  6. Wir haben auch einen Hund aus Rumänien, und uns schlug aus unserem Umfeld sehr viel Unverständnis entgegen. Bobby hatte in der ersten Zeit einige Verhaltensprobleme und hat sie teilweise immer noch. „So einen Hund hätte ich mir gar nicht erst geholt.“ Diesen und ähnliche Sätze durften wir uns nun öfter anhören. Aber das ist mir egal. Ich liebe diesen Hund, und ich würde mir wahrscheinlich wieder einen Hund aus dem Ausland holen. Ein Hund vom Züchter ist auch für mich keine Option.
    Liebe Grüße
    Bettina

  7. Wo die Liebe gerade hinfällt, so machen wir das auch, egal woher. Aber jedes mal aus dem Tierschutz. Im Moment haben wir vier Hunde aus Italien.
    Wir mussten uns auch noch nie rechtfertigen, das wäre es dann ja auch !
    Und wir haben unser Herz an die grauen Schnauzen verloren, wir lieben sie einfach, und deswegen haben wir im Moment eine italienische Rentnergang . 🙂

    Liebe Grüße
    Hanne

  8. Mein erster Hund ist einer vom Züchter, da ich es mir nicht zugetraut hab einen aus dem Tierschutz zu nehmen, der vielleicht nicht ganz so einfach zu handhaben ist, da mir einfach die Erfahrung fehlte. War aber von einer befreundeten Züchterin, wo ich auch viele gute Tips mitbekam. Mittlerweile hab ich eine kleine Rumänin dazugenommen, die natürlich auch so ein paar kleine Macken hat. Das Zusammenleben mit den Beiden klappt echt prima und ich liebe sie beide gleich und bereue keine der beiden Entscheidungen. Dumme Kommentare dazu ignoriere ich einfach, hauptsachen meinen beiden Fellnasen gehts gut 🙂 woher auch immer sie kommen.

  9. Warum ich einen Hund aus dem Tierschutz, aus dem Ausland habe?
    Ich sehe tagtäglich Schäferhunde, denen hintere Rückenpartie dermaßen komisch gezüchtet wurde, so dass sie aussehen, als hätte ihnen gerade jemand auf das Kreuz geschlagen und sie nur schlecht und mit einknickenden Hinterbeinen laufen könnten.
    Hinterher kommen die schnaufenden, verrotzen Mopse, begleitet von meiner Meinung nach, super hässlichen französischen Bulldoggen mit Glupschaugen, aber die sind eben die trendigen Hunde.
    Gerade guckt mich der Golden Retriever aus der Nachbarschaft an- der Kerl ist gerade 5 und von Kindesbeinen an nur krank. Überzüchtet, das hat das Frauchen jetzt auch eingesehen.
    Als der wirklich tolle Leonberger meiner Cousine nach knapp 8 Jahren starb, nahm ich an, er wäre akut krank geworden. nein, das wäre das normale Sterbealter bei dieser Rasse… wie bitte???
    Ich bin mit lauter Mischlingen groß geworden, bei Nachbarn, bei Bekannten, damals im Dorf. Schäferhunde hat es bei der Polizei gegeben- und sie gingen normal- in der Stadt hat man durchaus mal einen Pudel gesehen und sich durchaus über seine Frisur lustig gemacht. Damals war es wohl in, den Körper kahl zu rasieren, und nur an den Beinen so ne Art Kugeln dran zu lassen, und eben Pudelmütze am Kopf.
    Aber nun zu mir. Ich wollte einen Hund, aber keinen „rassigen“. Ich wollte etwas kleines, kerniges, einen Begleiter, der mir nicht nach wenigen Jahren stirbt und das wird „normal“, auch nichts überzüchtetes, krankes, so dass man Dauerabo beim Tierarzt hat. Mit Züchtern kenne ich mich nicht aus, da gäbe es durchaus Möglichkeit, die Seriosität und Gesundheit des Wurfes zu prüfen, ich kann es aber nicht. Ich sehnte mich nach… einfach einem kleinen Hund.
    Nun ist es so in Deutschland, dass man nicht einfach in ein Tierheim reingeht und mit einem Hund rausgeht. Das ist schlimmer, wie Kind kriegen. Am besten, man arbeitet nicht, damit man 24h/ Tag für den Hund da ist. Andererseits soll man aber über gewisses Einkommen verfügen, damit man den Hund unterhalten kann, vor allem imstande ist, für seine Gesundheit zu Sorgen, sprich: ggf. auch happige Tierarztrechnung bezahlen kann. Nicht berufstätig, dafür mit Geld kann man wiederum nicht Rentner sein, weil man da wiederum zu alt ist und vor dem Hund womöglich sterben kann, und überhaupt, wer versorgt den Hund, wenn Sie mal ins Krankenhaus müssen?
    Summa sumarum, ich, alleinstehend, noch lange kein Rentner, aber fast voll berufstätig in einem schönen Schichtdienst- eine Woche arbeiten, eine Woche frei- dazu im Haus 2 Eltern, Vater zu dem Zeitpunkt 76 und mit immer mehr Wunsch nach einem kleinen Mischling, mit der Frage, warum hatten wir schon früher nicht wieder einen Hund, wir haben Hof und Garten, wo mein Vater gerne rumwerkelt, das wäre doch toll für einen Hund und für den Menschen selbst… ok, jetzt holen wir einen Hund! Wir haben ausgemacht, dass der Hund über mich läuft, also Steuer, Versicherung, ich mache auch den Hundeführerschein- wir wohnen in Niedersachsen, da ist es Pflicht für Ersthalter nach Jahr… weiß ich nicht.
    Tierheim konnte man also knicken, und da ich eine im ausländischen Tierschutz engagierte Freundin habe, und öfters ihren Rudel miterlebt hatte, wie die Tierschutzhunde aus dem Ausland sind, und zwar verschiedene Hunde, auch alte, gebrechliche, blinde, kranke… ich mit ihr auch mal zum Pfotentreffen solcher Hunde gefahren bin und noch mehr solcher Hunde erlebt hatte, bat ich sie um Hilfe. Sie gab mir seriöse Adressen, wo ich nach Wunschhund suchen konnte. Also klein, kurzhaarig, Mädchen… und dann hatte ich MEINEN HUND! Natürlich mussten wir vor den Tierschützern „bestehen“, also auch darstellen, wie wir uns das mit diesem Hund vorstellen, wie das läuft, wie ich arbeite, wer den Hund dann versorgt, da mein Vater 76 war, etc. Sie fanden aber meine Art berufstätig zu sein ganz ok, und vor allem, dass ich das Amtliche und Rechnungen übernehme. Und so kam Mira zu uns. Klein, gelb, 2- 3 Jahre alt und aus Bosnien, war aber schon paar Wochen in Deutschland auf Pflegestelle, und sprach schon etwas deutsch 😉 von meiner Freundin wusste ich, dass es paar Wochen dauert, bis der Hund wirklich auf die neue Sprache reagiert und Kommandos versteht.
    Mira ist unkompliziert, unheimlich lieb und eine echte Bereicherung. Dazu sehr robust- wurde auf paar Krankheiten getestet, und nix war. Sag ich doch, kerniger Mischling.
    http://www.fotos-hochladen.net/view/10110994369273idpvea2s53.jpg

  10. Ja, wo die Liebe hinfällt, trifft es perfekt.
    Wir hatten einen Hund aus einem deutschen Tierheim und einen vom Züchter. Zurzeit haben wir zwei aus privater Vermittlung und einen aus Rumänien. Wenn es klickt macht, ist mir egal, wo der Hund herkommt (mit der Einschränkung Vermehrer, das wird es bei uns niemals geben).
    Allerdings musste ich mich auch noch nie rechtfertigen. Ich bin nicht auf die Idee gekommen, dass es vielleicht jemanden interessieren könnte, wo meine Hunde herkommen.
    Und wie oben geschrieben, es geht auch verdammt noch mal niemanden etwas an. 😀
    Herzliche Grüße
    Stephie mit Enki und Luna

  11. Das kann ich nur bestätigen.
    Wir haben oder hatten hier eine Hündin aus einer VDH-Zucht, die leider nicht mehr lebt, einen Tierschutzhund und einen Designer-Dog (sorgfältig ausgesucht. Die Zucht gefiel mir einfach besser, die Züchterin war sympathischer, offener, sehr gewissenhaft und einfach immer für mich zu sprechen und hat alle meine Fragen ehrlich beantwortet, auch negative Seiten nicht verschwiegen.) Ich hab aufgehört, mich dafür zu rechtfertigen. Eben weil ich jeden meiner Hunde liebe und keinen missen möchte.
    Liebe Grüsse
    Ingrid mit Gustl und Lino

  12. Mein Erster Hund war auch vom Züchter, unser zweiter Hund kam aus Griechenland… Ich möchte keinen der beiden Hunde mehr missen. Sind zwei tolle Hunde. Ich kann jeden nur empfehlen auch mal einen Blick auf hunde aus dem Ausland zu werfen. Die sind so dankbar und geben einen soviel wieder <3

  13. […] Tierschutzhund: Warum hast du einen Hund aus dem Ausland? von Anna Lenz – canistecture.de […]

  14. Schöner Text 🙂 Wir haben/hatten zwei Hunde aus dem Tierschutz (Kreta, Spanien – unser Spanier ist mittlerweile verstorben 🙁 ), einen von der Straße und einen aus der Zucht. Alle haben ihre Macken und ihre schönen Seiten. Und wenn Du mit vier (inzwischen leider nur noch drei) Hunden unterwegs bist, gucken die Leute eh ein bissl seltsam. Wer sich dann aber die Zeit nimmt und die Hunde kennen lernt, mag sie. Da spielt es dann keine Rolle mehr, woher sie kommen.

  15. bei mir sieht es so aus, dass ich hunde aus dem tierschutz und auslandstierschutz hatte und habe. zwei kleine spanier hatte ich, die aber mittlerweile verstorben sind. derzeit ist mein mops aus dem österreichischen TS und zwei hunde sind privatabgaben hier aus dem umkreis, die nicht mehr gewollt waren bzw. nicht mehr gehalten werden konnten. der mops ist eine ehemalige zuchthündin, die zur vermehrerhündin gemacht wurde.
    ich hatte ebenso aber auch schon einen zuchthund.
    mir ist im grunde völlig wurscht, wo ein hund herkommt und wie der aussieht. der könnte auch lila-grün kariert sein und vom mars stammen. ;o) für mich zählt, passen die hunde zusammen und passen die hunde zu mir. ihr wesen ist es, das ich mir aussuche.
    bei hunden vom TS oder von TS-orgas ist mir wichtig, dass ich nicht eine art von tierhandel und vor allem kein freikaufen unterstütze. denn den handel gibt es auch in diesem bereich mit leicht vermittelbaren hunden, die nur zum zweck der schnellen vermittlung importiert werden, damit gelder in die kassen gespült werden.
    ich habe mich auch mal im TS engagiert. ich erlaube mir daher meine eigene meinung zum thema TS udn die ist mittlerweile sehr kritisch geworden. es gibt zu viele menschen, die das mit herzblut, aber leider viel zu wenig wissen machen. die vermittlungspraxis ist oft genug grottig, weil es in erster linie um die vermittlung an sich geht, d.h. um das geld dafür.
    ich sehe zunehmend, dass TS-hunde, die mehr oder weniger traumatisiert sind, an ersthundebesitzer vermittelt werden, die mit solchen hunden überfordert sind.
    ich habe mich aber auch mit dme thema zucht befasst und bin dabei mindestens ebenso kritisch.
    züchtersuche und zuchthundsuche sind heutzutage extrem schwierig geworden. und den guten vdh-züchter gibts so auch nicht. wie ein züchter arbeitet, liegt allein in seiner eigenen verantwortung. und ja, auch da korrumpiert der gewinn die guten vorsätze. es ist der geringere anteil an züchtern, der wirklich so arbeitet, dass man es wirklich zucht nennen kann.
    da für mich klar ist, egal, was ich mir aussuche, es ist in jedem fall ein ü-ei, sei es vom wesen, sei es in sachen gesundheit, unterstütze ich keine zucht mehr und da der anteil der hunde, die eigentlich nicht für ein verbringen nach D geeignet sind, ständig steigt, will ich auch das nicht mehr unterstützen. meine ganz persönliche alternative ist, dass ich mich erstmal vor meiner haustüre umschaue. und damit liege ich ziemlich gut. ich habe drei wirkliche goldstücke für mich gefunden.
    und eines tue ich ganz gewiss nicht, nämlich mich für mein handeln oder meine meinung rechtfertigen. das sollte niemand tun. jeder entscheidet doch so, wie es für ihn passt.

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