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Leben und Leben lassen – Den Hund, Hund sein lassen

Jedem das seine

Heute ist wieder so ein Tag. Seit zwei Wochen hat sich die Sonne hier im bayerischen Schwaben nicht mehr blicken lassen und so langsam habe ich das Gefühl, dass das Wetter auf das Gemüt der Leute überschlägt.

 

Ich gehe in der Früh einmal um sechs Uhr raus, damit Lemmy & Iggy kurz pinkeln können. Das nächste mal geht es dann zwischen acht und zehn Uhr raus. Wir gehen also raus, alle dick eingepackt, denn der Wind, der hier einem um die Nase weht ist wirklich kalt. Schweinekalt! Da Iggy ja momentan mit einer Cervixentzündung kämpft, hat sie neben ihrem normalen Mantel auch noch einen Pulli an. Da laufen wir also, Iggy & Lemmy schnüffeln fröhlich vor sich hin. Es nähert sich ein Mann mit seinem Pudel. Der Pudel noch unerzogener als sein Herrchen, aber natürlich, darf der Pudel ohne Leine laufen, auch wenn er darauf pfeift, was das Herrchen sagt. Der Pudel stürmt also auf uns zu und Lemmy geigt ihm erstmal ordentlich die Meinung.

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Da rastet der Typ total aus. Mein Hund sei gemein gefährlich und gehöre eingeschläfert. Ich habe in der Zeit versucht Lemmy zu beruhigen und den Pudel ab zu wimmeln. Das der Pudel immer noch an Iggy schnüffeln wollte interessiert den Mann überhaupt nicht. Ich bitte ihn also seinen Hund an die Leine zu nehmen und mich doch in Ruhe zu lassen.

 

Himmel

Aber nichts da, jetzt blüht der Typ richtig auf. Wie man mir denn nur Hunde geben kann. Einen Hund etwas anzuziehen sei Tierquälerei und überhaupt sei ich viel zu jung um einen oder gar zwei Hunde zu haben. So, da hat es mir gereicht. Ich habe ihm erstmal erklärt, dass Lemmy schon zweimal gebissen wurde und ich jetzt sofort möchte, das er seinen Hund an die Leine nimmt und das meine kleine Hündin krank ist und es ihm ja wohl egal sein kann, was mein Hund anhat oder eben nicht. Da war er ein bisschen geschockt, hat seinen Kopf geschüttelt und in sich rein gemurmelt, dass ich ein ungezogenes Gör sei und ist mit seinem Pudel abgedampft.

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So startet man doch toll in den Tag, oder ?

Ist dir so etwas auch schon mal passiert ?

Noch eine Info an alle, die wie ich keinen “leichten” Hund haben.

Lass Dich niemals unterkriegen. Es wird immer gute und schlechte Tage geben. Lemmy kann an einem Tag super drauf sein und wenn sein Erzfeind auftaucht ist ihm das wurscht, dafür kann am nächsten Tag schon der Spaziergänger der uns entgegen kommt ausreichen, damit er ausflippt. Und wenn ich meine ausflippen, dann meine ich ausflippen !

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Er bellt und tobt. Da ich aber weiß, dass er das aus bestimmten Gründen macht, kann ich ihn verstehen, auch wenn es mir im ersten Moment schwer fällt. Versuche niemals böse auf deinen “schwierigen” Hund zu sein. Für ihn ist diese Situation auch nicht leicht. Wenn du auch so einen Hund hast, wie Lemmy ist, der anstatt sich zurück zu ziehen in die Offensive geht, dann musst du ihm versuchen zu erklären, dass Du alles unter Kontrolle hast und das er sich voll und ganz auf dich verlassen kann.

Landschaft

 

Denn Vertrauen, ist das worauf man aufbaut, mit Vertrauen kann man arbeiten und weiter kommen.

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