Tipps: Wohnungssuche mit Hund

Tipps um den Vermieter von Dir und deinem Hund zu überzeugen

Die Wohnungssuche mit Hund ist wirklich kein Zuckerschlecken. Das musste ich schon am eigenen Leib erfahren. Aus diesem Grund habe ich hier für Dich ein paar Tipps für die Wohnungssuche. Wie immer gilt auch bei der Wohnungssuche mit Hund -> sei du selbst! Sich verstellen bringt nichts, denn schließlich willst DU später in dieser Wohnung wohnen und wenn nun mal eine Quatschbirne von Hund zu dir dazu gehört, dann ist das so.

Nehm dir genug Zeit für die Wohnungssuche

Ganz wichtig! Schließlich sind Hundehalter nicht überall gern gesehene Mieter und somit ist es deutlich schwieriger eine Wohnung zu finden. Gerade in der Stadt wird es wegen der immer weniger zur Verfügung stehenden Wohnungen wirklich nicht leichter eine Wohnung zu finden. Also plane am besten mehrere Monate zur Wohnungssuche ein und lass dich von Rückschlägen nicht zurückschrecken!

Nimm deinem Vermieter die Angst

Stell deinen Vierbeiner vor und zeige, dass dein Hund ein toller Mitbewohner ist. Das Kennenlernen hilft vielen Vermietern schon und sie sind leichter zu überzeugen. Solltest Du einen „schwierigen“ / besonderen Hund, so wie ich haben, dann bringt deinen Hund nicht zur Besichtigung mit, aber zeige Fotos und erkläre deinem Vermieter wieso dein Hund so ist. Zeige, dass Du mit der Situation umgehen kannst und spiele einfach mit offenen Karten.

Schreiben von deinem ehemaligen Vermieter

Ein Schreiben vom ehemaligen Vermieter zeigt, dass ihr tolle Bewohner seid und dein Hund nicht stört. Es hilft meist ungemein, um dem Vermieter zu zeigen, was man für ein Mieter ist. Denn wenn man so ein Schreiben vorzeigt, zeigt es erstens, dass Du dir Gedanken machst und mitdenkst und für den Vermieter ist es auch gut, wenn er mal ein bisschen etwas über dich als Mieter lesen kann und nicht ins kalte Wasser springen muss, denn immerhin bindet er sich ziemlich an dich und so leicht sind Mieter nicht aus einer vermieteten Wohnung zu bekommen, also verstehe auch die Sorgen deines Vermieters und zeige dich offen und redebereit.

Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung, die Mietschäden abdeckt, ist eine gute Argumentationsgrundlage. Denn viele Vermieter haben Angst um ihr Wohnobjekt und denken, sie haben mit Schäden zu rechnen. Also nimm deinem Vermieter diese Angst einfach und zeige, dass Schäden abgedeckt und versichert wären. Solltest Du noch keine Hundehaftpflichtversicherung haben – und ich rate dir immer dazu, denn diese deckt mehr ab, als nur Schäden an einer Mietwohnung – dann schau doch mal hier bei Check24 vorbei, da kannst Du viele Haftpflichtversicherungen vergleichen und die für dich beste finden.

Hundeführerschein / Begleithundeprüfung

Ich muss zugeben, ich bin kein Fan vom Hundeführerschein. Ich finde die Idee klasse, doch leider wird diese tolle Idee überhaupt nicht toll umgesetzt. So zeigen sich schon gravierende Unterschiede bei Hundeführerscheinen im gleichen Bundesland, aber in verschiedenen Städten. Allerdings kennen sich gerade Vermieter, die selber keinen Hund haben damit nicht aus und sehen einen Hundeführerschein immer noch als ein Indiz für einen „guten“ Hund.

!!!Mein wichtigster Tipp:!!!

Sei ehrlich und verschweige nichts

Verstecke nicht deinen Hund und sei ehrlich! Ganz wichtig! Denn wenn Du deinen Hund heimlich hältst führt das nur zu mehr Problemen und dir kann die Wohnung sofort wieder gekündigt werden. Also stell dich einfach samt deinem Hund vor und zeige, dass Du mit offenen Karten spielst.

Nachbarn

Rede mit den Nachbarn. Hält schon ein anderer Nachbar einen Hund? Wie hat er den Vermieter überzeugt? Außerdem kannst du von deinen neuen Nachbarn nicht nur wichtiges über den Vermieter in Erfahrung bringen, sondern du kannst auch dich und deinen tierischen Anhang vorstellen. Vielleicht hat ja ein Nachbar Angst vor Hunden, dann zeige dafür Verständnis und geh darauf ein.

Sei so flexibel wie möglich

Du willst unbedingt ein Tageslichtbad ? Oder unbedingt einen großen Balkon ?
Du bekommst eine Wohnung mit einem Bad ohne Fenster und mit kleinem Balkon und darfst in dieser einen Hund halten ? Dann spring über deinen Schatten und sei flexibel bei deinen Wünschen.

Notfallplan für deinen Hund

Ich habe auch schon zu hören bekommen, was denn mit dem Hund ist, wenn ich arbeiten bin oder wenn ich ins Krankenhaus muss. Eine Maklerin hat mir dann den Tipp gegeben einen Notfallplan mit in meine Wohnungsbewerbung zu packen und siehe da, viele Vermieter reagierten sehr positiv darauf.

Biete an eine höhere Kaution zu zahlen

Wie schon geschrieben, viele Vermieter haben Angst auf Kosten oder Schäden sitzenzubleiben. Biete an eine höhere Kaution zu zahlen um deinen zukünftigen Vermieter zu zeigen, dass Du für alles aufkommst.

Biete an die Wohnung bei einem möglichen Auszug professionell reinigen zu lassen

Auch eine Angst ist, dass eine Vermietung nach Deinem Auszug schwierig ist, wenn zum Beispiel ein Teppichboden in der Wohnung verlegt ist. Falls das der Fall ist, dann biete doch an die Wohnung professionell reinigen zu lassen.

Lass dir die Hundehaltung schriftlich genehmigen

Ich habe schon ein paar Mal gehört, dass erst die Hundehaltung genehmigt wurde und nach ein paar Monaten wurde dann die Haltung verboten. Um das Vorzubeugen, lass dir die Hundehaltung schriftlich genehmigen.

Verstehe wieso viele Vermieter keine Hunde wollen und arbeite dagegen an

Rede offen mit den Vermietern und versuche ihre Ängste und Vorbehalte zu verstehen. Zeige, dass Du aufrichtig bist und mit deinem Hund auch in einer schönen Wohnung wohnen willst und nicht möchtest, dass der Hund etwas kaputt macht.

9 Replies to “Tipps: Wohnungssuche mit Hund”

  1. Schöner Artikel mit vielen hilfreichen Tipps. Lilly dem Vermieter vorzustellen, hätte uns wahrscheinlich nicht wirklich geholfen *hust* Dafür ist sie immer viel zu nervös in fremden Umgebungen 😉 Allerdings hat die Haftpflicht bei uns viel geholfen und die Tatsache, dass Lilly fast nie alleine ist. Mir war es aber sehr wichtig, dass Vermieter und Nachbarn tierlieb sind und habe auch erzählt, was Lilly für ein Hund ist (auch vom Charakter). Das hat auf jeden Fall geholfen.

    Verbieten kann ein Vermieter den Hund übrigens nicht. Aber es lebt sich natürlich leichter, wenn man weiß, dass der Hund akzeptiert wird 😉

    Eine höhere Kaution anzubieten halten ich für einen guten Tipp 🙂

    Liebste Grüße

    1. Ja das vorstellen würde von Lemmy und Iggy auch eher ein Desaster werden, da sie fremde Leute nicht wirklich prickelnd finden 😉
      Bei uns war es auch die Haftpflicht die den Ausschlag gegeben hat.

      Liebste Grüße
      Anna

  2. Liebe Anna, irgendwie muss ich mir gerade glaube ich deinen halben Blog ausdrucken, um für (hoffentlich dieses Jahr anstehende) Besichtigungen dann gut vorbereitet zu sein – super klasse mit den Tipps, vielen Dank für die schöne Zusammenstellung :-)!

    Liebe Grüße
    Alexandra

    1. Freut mich total das ich dir helfen kann 🙂 🙂
      Ich drücke dir schon mal jetzt ganz fest die Daumen für die hoffentlich dieses Jahr bevorstehenden Besichtigungen 🙂

  3. Wir suchen zur Zeit eine neue Wohnung und beim ersten Anruf wegen besichtigung war schon ein kurzes Zögern als ich von Alfi erzählt habe… Ich darf mir die Wohnung aber anschauen und nehme Alfi einfach mit.
    Deine Tipps sind gut und den ein oder Anderen werd ich mal mit anwenden. 😉
    Danke dafür! 🙂

    1. Freut mich total Nadine, wenn ich Dir helfen kann 🙂

  4. […] mir auf dem Blog gab es diese Woche eine Checkliste für alle die eine Wohnung suchen, Tipps für die Wohnungssuche mit Hund und noch vieles mehr zu […]

  5. Toller Beitrag – Da werden wir einiges aufnehmen in die Bewerbungsmappe!
    Wir sind mit Mops gerade auf Wohnungssuche und es hagelt nur so Absagen, trotz Versicherung und der Tatsache dass Paul mit uns ins Büro darf. Also wenig bis gar nicht alleine ist.

    Danke fürs Mut machen! Das hilft.

    Meine Frage nur, wie sieht dein Notfallplan aus? Schreibst du dort potenzielle Hundesitter rein oder wie kann man sich das vorstellen?

    1. Das wäre eine Möglichkeit, wobei ich persönlich meinen Hund keinem Hundesitter geben könnte, aber wenn Du unproblematische Hunde hast, dann würde ich das auf jeden Fall machen 🙂

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